Nach dem Spiel ist nun auch klar, dass der ESVK in der ersten Playdown-Runde auf den EHC Freiburg trifft
Zum letzten Hauptrundenspieltag der DEL2-Saison 2025/2026 reiste der ESV Kaufbeuren zu den Eispiraten Crimmitschau. ESVK-Trainer Leif Carlsson konnte dabei wieder auf Brent Raedeke und Yannik Burghart bauen. Verletzungsbedingt fehlten Kapitän Bernhard Ebner (1–2 Wochen), Alec Zawatsky (2–3 Wochen) und Joe Cassetti sowie Henri Kanninen. Jakob Peukert und Florian Reinwald waren für den EV Füssen im Einsatz. Nicht im Lineup standen Rihards Babulis, Pavel Nikitins und Sami Blomqvist, der am Sonntag im Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim aber wieder mit am Start sein wird. Im Tor stand Cody Porter.
Die Joker hatten in den ersten beiden Wechseln bereits gute offensive Aktionen zu verzeichnen. Mit dem ersten Torschuss der Hausherren, den Justin Büsing wohl für Cody Porter im Tor der Joker etwas überraschend absetzte, gingen die Eispiraten in der dritten Minute mit 1:0 in Führung. Direkt nach dem ersten Treffer hatten die Kaufbeurer erneut in der eigenen Zone einiges zu tun, und als erneut die dritte Sturmformation der Allgäuer auf dem Eis war, gab es den nächsten Gegentreffer. Torschütze und Eispiraten-Top-Scorer Corey Mackin konnte dabei durch die Kaufbeurer Defensive gleiten wie das Messer durch warme Butter, und auch Cody Porter konnte den Gegentreffer aus kurzer Distanz nicht mehr verhindern. Eine erste Strafe gegen die Joker brachte dem ESVK in Unterzahl eine große Chance durch Vadim Schreiner, der nach einem Pass von Vincent Schlenker frei vor Kevin Reich scheiterte. Da es in dieser Situation jedoch auch eine Strafe gegen die Westsachsen gegeben hatte, konnten die Kaufbeurer auch noch in Überzahl agieren und erspielten sich zudem zwei gute Abschlüsse. Beide Mannschaften hatten dann noch je ein Powerplay: die Joker nach 12 Minuten und die Eispiraten nach 17 Minuten. Beide Teams zeigten jedoch ein starkes Unterzahlspiel, sodass hier keine Treffer fallen sollten. Die Joker hatten nach den ersten 20 gespielten Minuten zwar einige gute Torchancen, agierten jedoch gerade in der eigenen Zone und in der Rückwärtsbewegung teils viel zu ungenau und sorglos.
So ging es dann auch erst einmal im zweiten Drittel weiter. Die Joker ließen den Crimmitschauern in der eigenen Zone weiterhin einfach zu viel Platz, und diesen nutzte Benjamin Corbeil nach einem Pass durch den Slot mit einer Direktabnahme bereits in der 21. Minute eiskalt aus und stellte den Spielstand auf 3:0. Der ESVK wirkte konsterniert, kam jedoch nach einem Solo-Lauf von Tyson McLellan zurück in die Partie. Der Top-Scorer der Joker vernaschte die Hintermannschaft der Westsachsen und traf in der 25. Minute zum 3:1. Nur 57 Sekunden später waren die Wertachstädter dann schon wieder auf der Anzeigentafel. Max Oswald zog nach einem Pass von Dartagnan Joly direkt von der blauen Linie ab und traf trocken zum 3:2-Anschlusstreffer. Dem nicht genug, konnten die Allgäuer das Spiel in der 28. Minute sogar ausgleichen. Brent Raedke bugsierte die Scheibe dabei aus sehr kurzer Distanz und direkt aus der Luft zum Spielstand von 3:3 in den Kasten von Kevin Reich. Nach einem kurzen Handgemenge im Anschluss an den Ausgleichstreffer kassierte der Torschütze noch eine kleine Strafe, und somit konnten die Eispiraten direkt nach dem ESVK-Tor mit einem Powerplay weitermachen. Dieses konnten die Crimmitschauer jedoch nicht ausnutzen, und die Allgäuer hatten durch Max Hadraschek sogar eine gute Chance auf einen eigenen Treffer. Zum Ende des Abschnitts waren die Westsachsen dann wieder etwas mehr am Drücker, der ESVK wehrte sich jedoch nach Kräften, und so ging es mit dem Spielstand von 3:3 in die zweite Pause.
Im Schlussabschnitt war das Spiel relativ ausgeglichen. Die Allgäuer konnten in der 47. Minute einen schnellen Angriff vortragen. Dabei spielte Yannik Burghart einen schönen Querpass auf Max Oswald, der mit einem platzierten Schuss in den rechten Torwinkel die Joker in Führung brachte. Der ESVK zog sich nach dem vierten Treffer jedoch immer mehr zurück und überließ den Hausherren immer wieder zu leicht die Scheibe. Der Höhepunkt folgte dann in der 55. Minute, als Sebastian Streu mit der Scheibe zwei Runden durch die Zone der Joker drehen konnte und am Ende, ohne angegriffen zu werden, auch zum Tor ziehen konnte. Mit einem strammen Schuss traf er zum 4:4. Das Spiel ging am Ende in die Verlängerung, und dort dauerte es nur 58 Sekunden, bis Dylan Wruck bei einer angezeigten Strafe gegen den ESVK den 5:4-Siegtreffer erzielte und die Partie somit zugunsten der Hausherren entschied.
Nach dem Spiel ist nun auch klar, dass der ESVK in der ersten Playdown-Runde auf den EHC Freiburg trifft.



















