ESVK mit Dreier in Bad Nauheim
Zum 39. Spieltag der DEL2-Saison 2025/2026 führte der DEL2-Spielplan den ESV Kaufbeuren am heutigen Sonntagabend zum EC Bad Nauheim. Chef-Trainer Leif Carlsson musste dabei neben den bekannten verletzungsbedingten Ausfällen auch auf Tyson McLellan verzichten, der sich beim Heimspiel gegen die Blue Devils Weiden eine Oberkörperverletzung (MRT am Montag) zugezogen hat. Rihards Babulis war dazu erneut für den EV Füssen im Einsatz.
Im Tor stand Cody Porter, der beim 2:0 Auswärtssieg der Joker einen Shutout feiern konnte. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung holte sich die Mannschaft von Trainer Leif Carlsson dabei in der Kursstadt den ersten Dreier seit dem 26.12.2025.
Das Spiel war im ersten Drittel sehr ausgeglichen. Die Hausherren hatten dabei ein wenig das optische Übergewicht, jedoch machte sich dies nicht in wirklichen Torchancen bemerkbar. Da beide Mannschaften von der Strafbank wegblieben, gab es auch für die Special-Teams keine Möglichkeiten, Gefahr zu erzeugen. Auf Seiten der Hessen hatte Parker Bowles die beste Chance, doch Cody Porter parierte stark. Kurz vor der Pause hatten dann die Joker ihre beste Tormöglichkeit. Ein Schuss von Yannik Burghart, der wohl noch von Jere Laaksonen abgefälscht wurde, landete an der Querlatte. So ging es ohne einen Treffer zum ersten Pausentee im altehrwürdigen Colonel-Knight- Stadion.
Das zweite Drittel verlief ähnlich wie der erste Abschnitt. Die Joker schafften es immer wieder, die Bad Nauheimer vom eigenen Tor fernzuhalten und selbst in der Offensive zu Chancen zu kommen. Eine solche nutzte Sami Blomqvist in der 24. Minute zum ersten Treffer des Abends. Dabei konnte der Deutsch-Finne eine Ablage von Jere Laaksonen im Slot im rechten Torwinkel zum Spielstand von 0:1 unterbringen. Auf der Gegenseite rettete Max Kislinger regelwidrig vor seinem einschussbereiten Gegenspieler und musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Das Unterzahlspiel des ESVK war gut, und mit Ablauf der Strafe konnte Alec Zawatsky einen Konter einleiten. Bei seinem Torabschluss alleine vor Gerald Kuhn wurde er ebenfalls regelwidrig gestoppt, und auch die Allgäuer kamen zu einem Powerplay. Doch auch den Jokern sollte im Powerplay kein Treffer gelingen. Umso länger das Drittel andauerte, desto besser hatten die Joker das Spielgeschehen unter Kontrolle und verdienten sich die 0:1-Führung zum zweiten Pausentee redlich.
Der Schlussabschnitt wurde dann teilweise relativ wild, und es gab viele Strafen. Den Anfang machten die Joker. Durch Strafen in der 41. und 42. Minute mussten die Allgäuer ein Drei-gegen-Fünf-Unterzahlspiel verteidigen, was glücklicherweise gelang. Brent Raedeke, der die erste Strafe absitzen musste, konnte bei seiner Rückkehr einen Konter ansetzen und dabei ebenfalls ein Foulspiel ziehen, sodass nach einer kurzen Vier-gegen-Vier-Phase auch der ESVK zu einem Powerplay kam. Im weiteren Verlauf des Schlussabschnitts kamen die Kurstädter noch zu zwei weiteren Überzahlspielen in der 48. und 53. Minute, doch auch diese überstanden die Kaufbeurer schadlos. Ein eigenes Powerplay des ESV Kaufbeuren nach 49 Minuten war leider auch nicht der Rede wert. In der Schlussphase der Partie wurde es dann noch das eine oder andere Mal gefährlich vor Cody Porter, doch der Joker-Goalie sowie seine Vorderleute behielten stets den Überblick.
Als die Hausherren gut zwei Minuten vor dem Ende ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen, entschied Alec Zawatsky gut 60 Sekunden später die Partie mit einem Treffer ins leere Nauheimer Gehäuse und stellte somit auch den 0:2 Endstand her. Für den ESVK war das eine große Erlösung, hatte man sich in letzter Zeit ja leider oftmals kurz vor dem Ende noch die Butter vom Brot nehmen lassen und mögliche Punkte hergegeben.



















