Bildquelle: FOSBOS Kaufbeuren|Die besten Absolventen der FOSBOS 12/13 (hinten v.l.: Silke Vogel (Elternbeiratsvorsitzende), Björn Mellies (Schulleiter), Dr. Sabine Freund (Vorstand Förderverein), Christoph Huber (Vorstandssprecher VR-Banken), vorne v.l.: Jasmin Beck (Abi 0,88), Agnes Ruther (Fachabi 1,10), Lukas Kirchmayr (Fachabi 1,0), Mina Mentner (Abi 1,05), Julia Knauer (Abi 1,19), nicht auf dem Bild: Elisa Herz (Fachabi 1,11), Anna Lena Betz (Fachabi 1,13), Ronja Willnecker (Fachabi 1,29)
Mit einer festlichen Zeugnisverleihung im Modeon in Marktoberdorf verabschiedete die Fach- und Berufsoberschule Kaufbeuren ihren diesjährigen Jahrgang.
Insgesamt erhielten 324 Absolventinnen und Absolventen der FOSBOS Kaufbeuren ihre Hochschulreifezeugnisse – je nach Ausbildungsweg die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife.
Die Schulleitung stellte ihre Ansprache unter die Metapher des Weges. Jeder Bildungsweg habe irgendwo seinen Anfang, manches Stück werde gemeinsam gegangen, andere Stücke führen über Abzweigungen und Umwege. Letztendlich seien aber alle am gleichen Ziel angekommen, dem Schulabschluss, so der stellvertretende Schulleiter Christoph Thiel. Der Abschluss stehe nicht nur für Leistung, sondern genauso für persönliche Entwicklung und Erfahrungen. Gerade an der FOSBOS träfen unterschiedliche Voraussetzungen aufeinander – Absolventinnen und Absolventen der Mittelschule und Realschule ebenso wie junge Menschen mit Berufsausbildung. Entsprechend vielfältig seien die Pfade, die schließlich zur Hochschulreife führten.
Ein großer Dank galt der „Schulfamilie“ – Lehrkräften, Mitarbeitenden, Eltern und natürlich den Schülerinnen und Schülern selbst. „Wir sind einander auf Augenhöhe begegnet“, griff der Schulleiter Björn Mellies eine Aussage der Schülervertretung auf, denn genau das sei zentral für unsere demokratische Kultur: „sich ernsthaft zuzuhören, unterschiedliche Meinungen zu respektieren, verschiedene Glaubensrichtungen, Herkunft, sexuelle Orientierung und politische Weltanschauungen anzuerkennen – weil jeder Mensch das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit hat.“ Mit einem Zitat von Nelson Mandela schlug Mellies den Bogen zur gesellschaftlichen Verantwortung der Bildung: „Bildung ist die mächtigste Waffe, die du einsetzen kannst, um die Welt zu verändern.“ Die Absolventinnen und Absolventen hätten sich dieses Werkzeug erarbeitet, um für unsere Freiheit einzustehen, die Demokratie und Mitgestaltung durch alle braucht. Demokratie beginne im Kleinen, nicht nur in der großen Politik.
Auch die Bürgermeisterin der Stadt Kaufbeuren, Frau Julia Stillfried, würdigte den Jahrgang und sprach von „gemischten Gefühlen“ an einem Tag wie diesem: Dankbarkeit und ein wenig Wehmut über das Abschiednehmen, zugleich Freude auf das Neue – auch wenn Ungewissheit dazugehöre. Bildung, so ihre Botschaft, sei „ein Werkzeug, das stärkt und Orientierung schafft in einer Welt, die sich ständig verändert. Die Schülervertreterinnen Maya Ernst und Jasmin Beck blickten auf das Verbindende dieses Abschlusses zurück. „Was bleibt, sind nicht unbedingt die gelernten Inhalte, sondern vor allem die gemeinsame Zeit – das, was zwischen den Zeilen passiert ist“, hielten sie fest. Die Vorsitzende des Elternbeirats, Frau Silke Vogel, gratulierte den Absolventinnen und Absolventen und sprach den vielen Eltern aus dem Herzen: „Stolz und Erleichterung begleiten diesen Moment.“
Traditionell wurden im Rahmen der Feier zudem besondere Leistungen gewürdigt: Julia Knauer erreichte mit einem Notendurchschnitt von 1,19 das drittbeste Abitur, Elisa Herz wurde für das drittbeste Fachabitur (1,11) ausgezeichnet. Beide erhielten je 100 Euro vom Elternbeirat. Agnes Ruther (Fachabitur 1,10) und Mina Mentner (Abitur 1,05) wurden jeweils als Zweitbeste geehrt und mit 200 Euro vom Förderverein der Schule, den „Freunden und Förderern der FOSBOS Kaufbeuren e.V.“, ausgezeichnet. Herausragend schnitten Jasmin Beck mit 0,88 im Abitur – zugleich bayernweit beste Leistung im Zweig Gesundheit – sowie Lukas Kirchmayr mit 1,0 im Fachabitur – bayernweit beste Leistung im Zweig Technik – ab. Sie erhielten jeweils 500 Euro vom Kreisverband der Volks- und Raiffeisenbanken im Ostallgäu und Kaufbeuren.
Am Ende blieb vor allem ein gemeinsames Gefühl: Die Absolventinnen und Absolventen können stolz auf das Erreichte sein. Aus vielen unterschiedlichen Wegen ist ein gemeinsamer Erfolg geworden. Die Schülervertreterin Maya Ernst brachte es auf den Punkt: statt auf die Frage, was man einmal werden wolle, mit einem Berufswunsch zu antworten, wäre es in ihren Augen viel treffender, zu sagen: „Die Person, die ich heute bin.“



















