Sein Debüt im ESVK Trikot gab Förderlizenzspieler Phillip Sinn vom DEL Kooperationspartner Red Bull München
Am Freitagabend stand in der DEL2 der 40. Spieltag auf dem Plan. Der ESV Kaufbeuren gastierte dabei bei den Bietigheim Steelers. Chef-Trainer Leif Carlsson musste dabei auf die bekannten verletzten Spieler verzichten. Zusätzlich waren Fabian Koziol, Jakob Peukert und Rihards Babulis nicht im Lineup. Die beiden letztgenannten standen heute für den EV Füssen auf de Eis. Sein Debüt im ESVK Trikot gab dazu Förderlizenzspieler Phillip Sinn vom DEL Kooperationspartner Red Bull München. Im Tor stand Cody Porter.
Das Spiel begann aus Sicht der Joker denkbar schlecht. Phillip Sinn musste nach wenigen Sekunden bereits auf die Strafbank, und die Steelers nutzten dies sofort aus. Zunächst vergaben die Hausherren noch eine große Chance, doch Cody Porter konnte mit einer Glanztat den ersten Schussversuch parieren, und Paul Mayer klärte die Scheibe im Anschluss noch vor der Linie. Die zweite dicke Chance verwandelte Cole Fonstand dann aber mit einem platzierten Schuss aus dem Slot heraus zum 1:0 in der zweiten Spielminute. Die Allgäuer benötigten einige Wechsel, um sich von dem frühen Gegentreffer zu erholen, waren ab der fünften Minute jedoch gut im Spiel und kamen auch in der Offensive zu guten Abschlüssen. Die ersten 20 Minuten waren insgesamt relativ ausgeglichen. Die besten Chancen auf weitere Treffer hatten auf Seiten der Bietigheimer Marcel Rachuk und Filip Reisnecker, die beide alleine vor Cody Porter die Scheibe nicht unterbringen konnten, sowie auf Seiten der Joker Sami Blomqvist, der bei einer Zwei-auf-eins-Situation an Olafr Schmidt im Kasten der Steelers scheiterte. So ging es mit dem Spielstand von 1:0 auch zum ersten Pausentee.
Das zweite Drittel war in den ersten Minuten weiterhin relativ ausgeglichen. Die beste Chance auf Seiten der Allgäuer hatte Bernhard Ebner, der mit einem Schuss vom linken Bullykreis aus gesehen am Pfosten scheiterte. Die Joker erhielten in der 26 Minute ein Powerplay, das jedoch schon nach kurzer Zeit in eine Vier-gegen-vier-Phase umschlug. Als die Steelers dann noch für 30 Sekunden im Powerplay agieren konnten, wurden die Joker zunächst im eigenen Drittel eingeschnürt, was auch für eine gute Minute lang anhielt, da sich der ESVK selbst bei fünf gegen fünf nicht befreien konnte. Hier war es mehrfach Cody Porter und der guten Defensivarbeit vor dem eigenen Tor zu verdanken, dass kein Gegentreffer kassiert wurde. In der Folge waren die Hausherren das spielbestimmende Team und kamen immer wieder zu dicken Chancen. Allein Cody Porter hielt seine Mannschaft in dieser Phase bis zum zweiten Pausentee mit starken Paraden im Spiel. Offensiv war in dieser Phase von den Kaufbeurern auch nichts mehr zu sehen. Positiv zur zweiten Pausensirene war, dass die Partie mit dem Spielstand von 1:0 noch völlig offen war.
Das letzte Drittel war aus ESVK-Sicht eher schwierig. Die Joker hatten Glück und einen überragenden Cody Porter im Tor, der zu Beginn des letzten Abschnitts mehrere Großchancen der Steelers entschärfen konnte. Aus dem Nichts konnte Tyson McLellan nach einem Schussblock von Bernhard Ebner einen Konter fahren, der zunächst gar nicht so gefährlich aussah. Sein platzierter Schuss landete jedoch dank viel Bewegung vor Torhüter Olafr Schmidt zum 1:1-Ausgleichstreffer im Tor der Bietigheimer. Gespielt waren da 44 Minuten.
Die Steelers hatten anschließend wieder die eine oder andere Gelegenheit auf einen Treffer, dieser sollte jedoch erst in ihrem zweiten Powerplay des Abends fallen. Arne Upplegger nahm sich ein Herz und traf mit einem Direktschuss von der blauen Linie zum 2:1-Führungstreffer in der 51. Minute. Die Wertachstädter hatten dann nur zwei Minuten später ein eigenes Überzahlspiel. Nach einem direkten Fehlpass nach dem anschließenden Bully konnten die Hausherren jedoch einen Zwei-auf-eins-Konter fahren, und Alexander Preibisch hatte keine Mühe, die Scheibe zum vorentscheidenden 3:1 im Tor unterzubringen. Im weiteren Verlauf des Powerplays kamen die Joker nicht zu guten Möglichkeiten, was sich auch in einem weiteren Überzahlspiel direkt im Anschluss an die erste Strafe nicht änderte.
Im Gegenteil: Die Kaufbeurer hatten Glück, dass Pavel Dronia den zweiten Unterzahltreffer verpasste, als er völlig unbedrängt aus der Ecke vor das Tor von Cody Porter ziehen konnte und dabei nur die Unterkante der Latte traf. Die Joker kamen dann nochmals in die Partie zurück. Tyson McLellan traf in der 59. Minute mit einem verdeckten Schuss zum 3:2-Anschlusstreffer, und es keimte nochmals Hoffnung auf, vor allem als die Steelers 68 Sekunden vor dem Ende eine weitere Strafe zogen und die Joker mit sechs gegen vier Feldspielern agieren konnten. Leider verpasste der ESVK es auch hier, wie schon in den Powerplays zuvor, richtig gefährlich zu werden. Am Ende wären heute in Bietigheim ein oder mehrere Punkte möglich gewesen. Spielentscheidend waren auf jeden Fall die Special Teams: zwei Gegentore bei zwei Unterzahlsituationen, ein Gegentor bei eigener Überzahl sowie kein eigener Treffer bei drei Powerplays sprechen leider Bände.





















