Debüt des neuen Co-Trainers Claus Wener
37. DEL2-Spieltag: Für den ESV Kaufbeuren ging es am Dienstagabend nach Krefeld. Das Gastspiel beim aktuellen DEL2-Tabellenführer war für den neuen Co-Trainer Claus Wener zugleich auch das Debüt an der ESVK-Bande in Zusammenarbeit mit dem neuen Cheftrainer Leif Carlsson. Verzichten mussten die beiden Schweden dabei auf die verletzten Spieler John Rogl, Jonny Tychonick, Dartagnan Joly, Joe Cassetti, Henri Kanninen und Florian Reinwald (Ausfallzeit noch offen). Ebenfalls nicht im Line-up standen Cody Porter (Day-to-Day) und der gesperrte Yannik Burghart. Im Tor stand Daniel Fießinger.
Die Joker gestalteten das erste Drittel gegen den Tabellenführer sehr ausgeglichen. Ein erstes Powerplay des ESVK nach einer Minute war nicht von Erfolg gekrönt; hier hatten die Kaufbeurer keinen nennenswerten Torabschluss. Nachdem die Gastgeber wieder komplett waren, entwickelte sich das Spiel etwas hin und her, ohne dass es für beide Torhüter wirklich gefährlich wurde. Beide Abwehrreihen hatten die eigene Zone gut unter Kontrolle. Einen Konter der Krefelder in der neunten Spielminute konnte Sami Blomqvist in letzter Sekunde noch mit einem Stockschlag verhindern, und die Pinguine kamen zu ihrem ersten Überzahlspiel. Dieses verteidigten die Joker sehr gut, und kurz vor Ablauf der Strafe konnte Jere Laaksonen sogar zu einem Konter ansetzen. Dabei traf der Deutsch-Finne mit einem Schuss auf der Stockhandseite von Danny aus den Birken zum 0:1 in der 11. Minute. Drei Minuten später ließ sich Dominik Groß dann zu einer unnötigen Strafe wegen übertriebener Härte hinreißen, und der Tabellenführer kam zu seinem zweiten Powerplay. Auch dieses konnten die Kaufbeurer jedoch gut killen. Den Hausherren sollte aber trotzdem noch vor der Pause der Ausgleichstreffer gelingen, und dieser Treffer war durchaus kurios. Daniel Fießinger kam dabei aus seinem Tor und wollte die Scheibe schnell nach vorne spielen. Rio Kaiser rechnete wohl nicht damit, dass sein Torhüter schnell weiterspielen wollte, und lief direkt in den Passversuch des Kaufbeurer Torhüters. Vom Schlittschuh von Rio Kaiser trudelte die Scheibe dann zum Spielstand von 1:1 in den leeren ESVK-Kasten. Der Spielstand hatte dann auch bis zum ersten Pausentee Bestand.
Das zweite Drittel verlief dann ähnlich wie der erste Abschnitt. Der ESVK schaffte es, die Krefelder weitestgehend vom eigenen Tor wegzuhalten. Auch ein weiteres Powerplay nach 23 Minuten für die Pinguine sollte dies zunächst nicht ändern. Die Joker gingen dann in der 27. Minute erneut in Führung. Ein schneller Konter über Tyson McLellan, der den vor das Tor laufenden Alec Zawatsky fand, stellte den Spielstand auf 1:2. Aus Sicht der Wertachstädter war das mal gar nicht so unverdient. Das nächste Überzahlspiel für die Krefelder brachte dann jedoch die Wende. Zuerst markierte Jonathan Matsumoto mit einem satten Direktschuss in der 37. Minute den 2:2-Ausgleichstreffer, und nur 35 Sekunden später fingen sich die Joker auch noch einen Konter ein, den Max Newton eiskalt zum 3:2-Führungstreffer ausnutzte. Für die Allgäuer war das ein sehr ärgerlicher Spielstand, und somit musste man mit einem Rückstand in die letzten 20 Minuten beim Tabellenführer gehen, was die Aufgabe, Punkte zu sammeln, nicht einfacher machte.
Punktesammeln sollte auch im letzten Drittel kein Thema mehr für den ESVK sein. Bereits nach 48 Sekunden stellte Max Newton den Spielstand auf 4:2 für die Pinguine. Der Top-Scorer der Hausherren konnte dabei ohne große Gegenwehr vor das Tor von Daniel Fießinger ziehen, und mit etwas Glück sprang die Scheibe dann auch über die Linie. Die Gegenwehr der Allgäuer war damit gebrochen. Zwar schaffte man es, immer wieder gefährlich vor das Tor von Danny aus den Birken aufzutauchen, hatte aber in der eigenen Zone Probleme über Probleme. Nicht sonderlich hilfreich waren dabei auch zwei weitere Unterzahlspiele in der 49. und 59. Spielminute. Beide Powerplays nutzten die Hausherren zum Treffer von 5:2 durch Max Newton und zum 7:2 durch Mark Zengerle. Zwischendurch hatte Marcel Müller mit der Rückhand aus kurzer Distanz ebenfalls in der 49. Minute das fünfte Tor der Pinguine an diesem Abend erzielt. Aus Sicht des ESVK wurde wieder einmal zu viel Zeit auf der Strafbank verbracht. Nach guten 40 Minuten war man spätestens mit dem vierten Gegentreffer zu Beginn des dritten Drittels nicht mehr in der Lage, den starken Krefeldern etwas entgegenzusetzen.




















