Ein starker Jahrgang: Schreiner-Innung Kaufbeuren-Marktoberdorf zeichnet Gesellenstücke aus

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Preisverleihung „Die Gute Form2025“ (von links): Juror Christian Sobl (GSW), Lorenz Carl Barth (2. Platz), Juror Bernd Ruppert (AOK), Mia Bräutigam (1. Platz), Juror Rochus Nickl (Sparkasse Allgäu), Viktoria Asemann (Belobigung), Juror Gerhard Rapp (Fa. Görlich), Dan Neufeld (Dritter Platz). Foto: Marketingagentur Tenambergen

Siegerin der „Guten Form“ 2025: Mia Bräutigam

„Die Gesellenstücke sind weit entfernt von Massenware und Möbelhaus-Furnier. Sie zeigen, was entsteht, wenn Kreativität auf handwerkliche Präzision trifft – und traditionelles Wissen mit modernen Methoden, Materialien und Werkzeugen weiterentwickelt wird.“ Das sagte Juror Christian Sobl, Stadtrat und Vorstand des Gablonzer-Siedlungswerks, in seinem Grußwort zur Preisverleihung des Wettbewerbs „Die Gute Form“. Der Wettbewerb ist ein fester Bestandteil im Jahreskalender der Schreiner-Innung Kaufbeuren/Marktoberdorf. Er vereint Ausstellung, Prämierung und Übergabe der sogenannten „Gelben Bescheinigung“. Die Veranstaltung findet jährlich im Wechsel zwischen Kaufbeuren und Marktoberdorf statt.

In diesem Jahr war das Sparkassenforum in Kaufbeuren Austragungsort. Gezeigt wurden Möbelstücke, die die Auszubildenden im Rahmen ihrer Gesellenprüfung selbst entworfen und gefertigt hatten – durchweg Unikate, die handwerkliches Können und gestalterische Kreativität vereinen. Für Planung und Umsetzung hatten die Prüflinge rund zwei Monate Zeit.

Claus Tenambergen begrüßte zu Beginn der Veranstaltung Prüflinge, Familien, Ehrengäste, Innungsmitglieder und Berufsschullehrkräfte und führte kurzweilig und unterhaltsam durch den Abend. Rochus Nickl, Vorstandsmitglied der Sparkasse Allgäu, richtete sich in seiner Ansprache als Gastgeber, Hauptsponsor und Jurymitglied an die Anwesenden: „Ausbildung, junge Menschen, Nachwuchsförderung – das sind Grundpfeiler unserer Zukunft. Die Sparkasse unterstützt die Schreiner-Innung sehr gerne bei ihrer Aufgabe, jungen Talenten eine Perspektive im Handwerk zu geben.“

Die gelbe Bescheinigung – ein Meilenstein

Ein zentraler Moment war die feierliche Übergabe der „Gelben Bescheinigung“, die den erfolgreichen Abschluss der Gesellenprüfung bescheinigen. Alle Auszubildenden des Jahrgangs hatten bestanden. Acht Prüflinge aus Kaufbeuren/Marktoberdorf erhielten ihre Dokumente von Berufsschullehrer Andreas Hindelang, acht weitere aus Füssen von Prüfungsvorsitzendem Günther Seelos. Mit dem Erhalt dieser Bescheinigung haben die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen Anspruch auf den Tariflohn – ein Meilenstein im Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben.

Auszeichnung für Gestaltung und Handwerk – die Preisträger 2025

Bernhard Galster, Obermeister der Schreiner-Innung Kaufbeuren/Marktoberdorf, würdigte in seinem Grußwort die Qualität der Arbeiten: „Die Gesellenstücke dieses Jahres haben ein besonders hohes Niveau. Da stecken viel Ideenreichtum, Sorgfalt und echte Hingabe drin. Es ist beeindruckend, mit wie viel handwerklichem Können und gestalterischem Anspruch hier gearbeitet wurde.“

Die acht Gesellenstücke aus der Region Kaufbeuren/Marktoberdorf wurden von einer vierköpfigen Jury bewertet. Kriterien waren neben technischer Ausführung auch gestalterische Qualität, Funktionalität und Eigenständigkeit. Die Jury vergab drei Preise und eine Belobigung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Füssen wurden am Folgetag in einem eigenen Wettbewerb ausgezeichnet. Dank der Unterstützung der Sparkasse Allgäu waren die ersten vier Plätze mit Geldpreisen dotiert. Weitere Preise stifteten die Firmen Görlich, Häfele und Kleiner.

Der erste Preis ging an Mia Bräutigam von der Ideenschreinerei Galster (Ebenhofen) für ihr pfiffiges, formal schlichtes Wandboard mit verstecktem Stauraum und Öffnung per Fernbedienung. Das Werkstück wirkt zeitlos und lässt sich vielseitig in Wohnräume integrieren. Ihr Ausbilder, Obermeister Bernhard Galster, war bei der Preisverleihung sichtlich gerührt. Den zweiten Preis erhielt Lorenz Carl Barth von der Schreinerei Karl-Jakob Gleich (Bad Wörishofen) für ein detailreich gearbeitetes Sideboard mit kannelierten Türen. Mit dem dritten Preis wurde Dan Neufeld aus der Reinhold Hakala Schreinerwerkstätte (Oberostendorf) für einen originellen Dartspielständer in Form eines überdimensionalen Dartpfeils ausgezeichnet. Viktoria Asemann durfte sich über eine Belobigung freuen. Sie wurde ebenfalls in der Schreinerei Gleich ausgebildet und präsentierte ein Sideboard mit dekorativer Eichenborke und sensorgesteuerter Beleuchtung. Die offiziellen Gesellenbriefe erhalten die Absolventinnen und Absolventen am 23. September 2025 bei der Freisprechungsfeier im Modeon Marktoberdorf.

A) Jury-Begründungen


Erster Platz: Mia Bräutigam (Bernhard Galster, Ebenhofen) – Wandboard mit Stauraum und Beleuchtung, Eiche geölt, furniertes Plexiglas

Die Arbeit macht neugierig. Sie wirkt beim ersten Hinsehen eher schlicht. Das „Unauffällig“ fügt sich aber in der klaren Formensprache in viele Wohnformen und Möblierungen ein. Die raffinierten Details offenbaren sich erst nach und nach – ein sehr pfiffiges und zeitloses Werkstück. Öffnung per Fernbedienung, furnierte Oberfläche auf Plexiglas, um das Stück an den Kanten zu illuminieren. Ein Magnet hilft beim Öffnen der inneren versteckten Lade. Die Lichttechnik lenkt nicht ab, sondern unterstreicht den schlichten Aufbau. Ein platzsparendes Element, das im Eingangsbereich genau so wie im Wohn- oder Schlafzimmer angebracht werden kann. Man sieht einen Balken, der von der Maserung und den Stirnholzseiten schlüssig ist. Vom Designe und der Ästhetik unser Sieger. Das ist kein Produkt vom Fließband. Die Idee ist neu und ein echtes Unikat.

Zweiter Platz: Lorenz Carl Barth (Karl-Jakob Gleich, Bad Wörishofen) – Sideboard, Eiche geölt, Türfronten kanneliert,

Wir haben eine schöne Formensprache mit Liebe zum Detail vorliegen. Farbe und die passende, durchgängige Maserung sprechen an und wirken ruhig und harmonisch. Der Unterbau lässt die schöne Form schweben und gefällt in der passenden, hervorragend schön gearbeiteten Ausführung.

Dritter Platz: Dan Neufeld (Hakala Schreinerwerkstätte, Oberostendorf) – Beleuchteter Dartspielständer in Form eines Dartpfeils, Nussbaum geölt, gelungener Materialmix.

Dartständer in der originellen Form eines Dartpfeils = gute Form; Rundung aufwärts bearbeitet, Verbindung von Sport und Holz durch geschickte Materialzusammensetzung – im weichen hellen Material lassen sich eventuelle Pfeillöcher einfach wieder zuschieben. Große Zielgruppe – Dart spricht alle Altersgruppen an; dank Beleuchtung kann auch zu später Stunde gespielt werden, Gimmick: Eine Handyhalterung an der Seite. Eyecatcher, Solitär

Belobigung: Viktoria Asemann (Karl-Jakob Gleich, Bad Wörishofen) – Sideboard mit dekorativer Eichenborke und einer per Bewegungssensor steuerbaren Beleuchtung.

Bei diesem Sideboard hat der Materialmix aus Eichenholz, grober Eichenborke und Glas überzeugt, ebenso die Gehrungen an den eingeschlagenen Türen mit der besonderen Signalwirkung des dezent eingeschnittenen Griffes. Das schwarze Fußgestell ist stimmig und passt zum gesamten Design. Besonders raffiniert ist die indirekte Beleuchtung, die man per Bewegungssensor dimmen sowie ein- und ausschalten kann.

B) Jury:

  • Gerhard Happ – Firma Görlich
  • Bernd Ruppert – AOK
  • Christian Sobl – Stadtrat und Vorstand des Gablonzer-Siedlungswerks
  • Rochus Nickl – Sparkasse Allgäu

C) Preise:

  • Erster Platz – 300 Euro von der Sparkasse + Baustellenradio von der Firma Häfele + Bargeldgutschein von der Fa. Görlich im Wert von 50 Euro
  • Zweiter Platz – 200 Euro von der Sparkasse + Wera Knarren-Set von der Firma Kleiner + Bargeldgutschein von der Fa. Görlich im Wert von 50 Euro
  • Dritter Platz – 100 Euro von der Sparkasse + Bargeldgutschein von der Fa. Görlich im Wert von 50 Euro
  • Belobigung – Burgerpresse von der Firma Häfele

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