Heeresflieger üben noch bis zum 23. Oktober bei Tag und Nacht – NH-90 und H145 im Einsatz – Bundeswehr warnt Schaulustige vor Gefahren durch starke Luftverwirbelungen
Kaufbeuren – Der Fliegerhorst Kaufbeuren ist derzeit Ausgangspunkt einer Gebirgsflugweiterbildung der Bundeswehr. Noch bis zum 23. Oktober 2026 trainieren Besatzungen des Transporthubschrauberregiments 30 „Tauberfranken“ anspruchsvolle Flugmanöver in den deutschen Alpen. Die Übungen finden sowohl tagsüber als auch in der Nacht statt und dienen der Vorbereitung auf militärische Einsätze sowie auf Aufgaben im Rahmen der Amts- und Katastrophenhilfe.
Die Weiterbildung läuft bereits seit dem 28. September. Zum Einsatz kommen Transporthubschrauber vom Typ NH-90 sowie Rettungshubschrauber des Typs H145 LUH SAR.
Anspruchsvolle Flugmanöver im Gebirge
Der Gebirgsflug stellt besondere Anforderungen an die Hubschrauberbesatzungen. Während der Weiterbildung trainieren die Heeresflieger verschiedene Einsatzverfahren unter den schwierigen Bedingungen des alpinen Geländes. Dazu gehören insbesondere der Einsatz der Rettungswinde, Außenlastflüge sowie Starts und Landungen in schroffem Gelände. Bei Außenlastflügen werden Lasten unterhalb des Hubschraubers transportiert.
Die Übungen bei Tag und Nacht sollen sicherstellen, dass die Besatzungen auch unter anspruchsvollen Bedingungen sicher und zuverlässig arbeiten können.
Wichtige Fähigkeiten für militärische Einsätze und Katastrophenhilfe
Nach Angaben der Bundeswehr gehört der Gebirgsflug zu den wesentlichen Fähigkeiten beim Transport von Personen und Material. Diese Kenntnisse sind nicht nur für militärische Aufträge erforderlich. Auch bei Einsätzen zur Amts- und Katastrophenhilfe können Hubschrauberbesatzungen mit schwierigen Geländeverhältnissen konfrontiert werden.
Die Bundeswehr betont deshalb die Bedeutung einer regelmäßigen Aus- und Weiterbildung. Mit den Übungen sollen die Fähigkeiten der Besatzungen erhalten und weiterentwickelt werden.
Bundeswehr warnt Zuschauer: Mindestens 150 Meter Abstand halten
Im Zusammenhang mit den Flugübungen weist die Bundeswehr ausdrücklich auf mögliche Gefahren für Schaulustige hin. Zuschauer sollen einen Mindestabstand von 150 Metern zu den Einsatzorten und den Flugbewegungen der Hubschrauber einhalten. Besonders bei Starts, Landungen und Flugbewegungen in Bodennähe entstehen starke Luftströme und Verwirbelungen. Diese können lose Gegenstände aufwirbeln oder dazu führen, dass sich Objekte lösen.
Die Bundeswehr bittet deshalb darum, ausreichend Abstand zu halten und die Sicherheitshinweise während der Übungen zu beachten.
Die Gebirgsflugweiterbildung des Transporthubschrauberregiments 30 „Tauberfranken“ dauert noch bis Freitag, 23. Oktober 2026.
Quelle: Bundeswehr



















