Sorgen bereitete dabei die krankheits- und verletzungsgeschwächte Aufstellung der SG
Die Marschrichtung für das Auswärtsspiel der Kaufbeurer Handballer am Samstag in Gilching war klar: zwei Punkte müssen her. Die knappe Heimniederlage in der Hinrunde sollte ausgeglichen werden. Sorgen bereitete dabei die krankheits- und verletzungsgeschwächte Aufstellung der SG.
Ins Spiel kam jedoch zunächst keine der Mannschaften wirklich. Auf Kaufbeurer Seite dominierte früh eine Abschlussschwäche und den Gilchinger Torerfolg verhinderte immer wieder Nils Hipper im Kaufbeurer Tor, der von Beginn an eine grandiose Leistung zeigte. In der 12. Spielminute stand es hierdurch erst 4:4 . So lief das Spiel auch lange weiter, weder die Hausherren noch die Gäste konnten sich einen langfristigen Vorsprung erarbeiten. Die Kaufbeurer schafften es zwar in der 17. Minute, mit 5:8 in Führung zu gehen. Vier Minuten später glichen die Gilchinger jedoch zum 8:8 aus. Besonders die fehlende Effizienz im Kaufbeurer Angriff brachte die Wertachstädter um die Chance, sich abzusetzen. In die Halbzeit ging es dann beim Stand von 12:11.
Die zweite Halbzeit schien sich zunächst zugunsten der SG zu entwickeln. Zwei Tore in Überzahl brachten den Gästen eine erneute 12:13 Führung. Dann brachen die Wertachstädter völlig ein. Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr und weiterhin bestehende Ineffizienz im Angriff ermöglichten es den Gilchingern mit einem 7-Tore Lauf auf 21:14 davonzuziehen. Die Kaufbeurer Unsicherheiten entwickelten sich zum größten Antreiber des TSV. Viele technische Fehler wurden mal um mal bestraft.
Zum Ende hin konnte dann die SG ihren Frust überwinden und sich im Zusammenspiel mit dem inzwischen eingewechselten Keeper Florian Horend immer weiter heranarbeiten. 30 Sekunden vor Schluss schafften es die Gäste sogar, den Anschlusstreffer zum 28:27 einzunetzen. Ein weiteres Tor in doppelter Unterzahl besiegelte jedoch den Sieg für die Hausherren. Endergebnis in Gilching: 29:27.
Der Kapitän fasst zusammen: „Wir haben heute einen völlig gebrauchten Abend erlebt. Als Teamleistung wollte es einfach nicht zusammengehen. So haben wir nun wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegengelassen. Umso wichtiger werden die kommenden Spiele. Jetzt zählen nur noch Siege.”
Einen unschönen Abend erlebte auch die zweite Mannschaft in Kempten. Mit einer kurzen Bank unterlag eine bis zum Ende kämpfende Kaufbeurer Zweite gegen die Kemptener Reserve mit 44:19.



















