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Soziales Wirtschaft

Der Verein frohnatur blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und setzt zugleich wichtige Impulse für die Zukunft

frohnatur-Neujahrsfeier am 30. Januar 2026 um 18:30 Uhr in der frohnatur

Der Verein frohnatur blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und setzt zugleich wichtige Impulse für die Zukunft. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung wurde deutlich, wie lebendig und engagiert die Gemeinschaft rund um den Unverpackt-Laden ist – und wie viele Menschen sich bereits aktiv für nachhaltiges Wirtschaften vor Ort einsetzen.

Der Vorstand berichtete von intensiver Arbeit: In rund 20 Vorstandstreffen wurden Strukturen gefestigt und Aufgaben klar verteilt. Ziel ist es, die frohnatur nicht nur als Laden, sondern auch als Ort des Austauschs und der Begegnung weiterzuentwickeln. Dieses Engagement trägt Früchte. So wurde das Projekt „Plastikfasten“ mit der Laudato-si-Plakette der Diözese ausgezeichnet. Schulbesuche, ein Fairtrade-Pop-up sowie geplante Workshops zum klimafreundlichen Leben zeigen, dass der Verein weit über den täglichen Verkauf hinaus wirkt.

Auch der Laden selbst steht stabil da. Das Sortiment ist wieder breit aufgestellt und orientiert sich an den Wünschen der Kundinnen und Kunden. Getragen wird der Betrieb von einem starken Team, die Woche für Woche rund 19 Ladenschichten übernehmen. Die Preisgestaltung wird kontinuierlich überprüft, mit dem klaren Anspruch, Fairness, ökologische Verantwortung und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Bisherige Preiserhöhungen von Lieferanten wurden nicht an die Kund:innen weitergegeben.

Finanziell zeigt sich der Verein nach einem Jahr solide aufgestellt. Der Schatzmeister machte deutlich: Das Konzept funktioniert. Bis März 2027 soll der Verein schuldenfrei sein – mit dem erklärten Ziel, danach die Preise weiter senken zu können.

Ein zentrales Signal der Versammlung war die Öffnung nach außen. Die bisherige Einlage wird künftig freiwillig, um neuen Mitgliedern den Einstieg zu erleichtern. Damit möchte der Verein bewusst Hemmschwellen abbauen und mehr Menschen für das Projekt gewinnen. Auch neue Ideen wie eine Liefergruppe, gemeinsame Freizeitangebote oder stärkere Öffentlichkeitsarbeit wurden vorgestellt und diskutiert.

Getragen wird die frohnatur von ehrenamtlichem Engagement und dem gemeinsamen Wunsch, nachhaltigen Konsum alltagstauglich zu machen. Wer sich einbringen möchte – sei es im Laden, bei Aktionen oder einfach als unterstützendes Mitglied – ist ausdrücklich willkommen. Der Verein zeigt: Nachhaltigkeit lebt von Gemeinschaft, Offenheit und dem Mut, neue Wege zu gehen.

Wer neugierig geworden ist, kann sich selbst ein Bild machen – etwa bei der frohnatur-Neujahrsfeier am 30. Januar 2026 um 18:30 Uhr in der frohnatur. Ein guter Anlass, den Verein kennenzulernen und vielleicht Teil einer Bewegung zu werden, die zeigt, dass verantwortungsvoller Konsum auch Freude machen kann.

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Kultur Soziales

Drei Wochen Plastikfasten: Gemeinsam für weniger Kunststoff im Alltag

Initiative aus Kaufbeuren lädt zum Mitmachen ein – Veranstaltungen, Austausch und Impulse für nachhaltiges Handeln

Vom 31. März bis zum 20. April 2025 ruft eine engagierte Verbraucherinitiative bestehend aus Vertreter:innen der Kirchengemeinden von St. Peter und Paul, der Dreifaltigkeitskirche und dem Verein Gemeinsam nachhaltig e.V. (gemna.de) alle Bürger:innen dazu auf, im Rahmen der Fastenzeit ihren Plastikverbrauch bewusst zu reduzieren. Dabei soll es aber nicht nur um Verzicht gehen, sondern auch ein Gewinn für die Fastenden oder die Gesellschaft entstehen.

Die Bilder von Müllbergen nicht nur in China oder dem afrikanischen Kontinent, sondern auch in europäischen Nachbarländern, oder von Meerestieren, die sich in Plastikverpackungen verfangen, sind in den Wohnzimmern angekommen und präsent in den Köpfen der Menschen. Deshalb ist es Zeit über unseren Umgang mit Plastik zu sprechen und zu versuchen, ohne diesen Kunststoff zu leben. Mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen möchte die Initiative auf die Problematik von Plastikverschmutzung aufmerksam machen und praktische Alternativen aufzeigen. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Gemeinschaft und der Austausch.

Auftaktveranstaltung am 31. März

Die Aktion startet mit einer Auftaktveranstaltung am 31. März um 19:00 Uhr in der frohnatur in der Kaiser-Max-Straße 38. Nach Grußworten haben Teilnehmende die Möglichkeit, sich über bereits gemachte Erfahrungen und Herausforderungen auszutauschen, sich eigene Ziele für das Plastikfasten zu setzen und eine Selbstverpflichtung zu unterzeichnen.

Darüber hinaus finden bis Ostern verschiedene weitere spannende Veranstaltungen rund ums Thema „Plastik“ statt. So soll am 09.04.2025, 19:00 Uhr im Pfarrsaal St. Peter und Paul (Barbarossastr. 23-27) eine Gesprächsrunde mit Vertreter:innen des Einzelhandels veranstaltet werden, die ihren Blick auf Plastikverpackungen erläutern. Am 14.04. wird in der frohnatur eine Austauschrunde stattfinden, in der die Teilnehmer:innen verschiedene Tipps und Tricks zur Plastikvermeidung austauschen können und am 22.04., 19:00 Uhr, diskutieren die Ärzte Dr. Thomas Melcher und Dr. Pörnbacher von Health for future in der frohnatur über die gesundheitlichen Auswirkungen von Plastik.  Die Initiative will auch auf dem Wochenmarkt mit einer Aktion mehr Aufmerksamkeit generieren.

Feierlicher Abschluss am 30. April

Zum Abschluss des Plastikfastens wird am 30. April eine Urkundenverleihung in der frohnatur stattfinden. Damit soll das Engagement aller Teilnehmer:innen gewürdigt werden.

Normalerweise dauert es sechs Wochen bis eine neue Tätigkeit zu einer Gewohnheit wird. In der Fastenzeit wenige Wochen ohne Plastik zu leben, kann also einen Stein ins Rollen bringen hin zu einer – im wahrsten Sinne des Wortes – nachhaltigen Verhaltensänderung.

Jede:r kann sich am Plastikfasten beteiligen und aktiv zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen. Interessierte können sich auf gemna.de oder in der frohnatur informieren.

Kontakt für Rückfragen:

Christine Krenz

Vostand Gemeinsam Nachhaltig e.V.

Christine-krenz@posteo.de

017634902818

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Soziales Wirtschaft

Neustart für Kaufbeurer Unverpackt-Laden: Verbraucherinitiative übernimmt das Steuer

Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Engagement – Wiedereröffnung am 30. Januar 2025

Eine besondere Entwicklung in Kaufbeuren: Der im Dezember 2024 gegründete Verein Gemeinsam Nachhaltig e.V. übernimmt den Unverpackt-Laden in der Kaiser-Max-Straße 38. Die Verbraucherinitiative setzt sich zum Ziel, das regionale Angebot an unverpackten Lebensmitteln und Produkten zu sichern und zugleich wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und gemeinschaftsorientiertes Wirtschaften zu fördern.

Nachhaltigkeit im Fokus

Der Verein möchte mehr sein als ein reiner Ladenbetreiber. Neben dem Verkauf unverpackter Produkte plant Gemeinsam Nachhaltig e.V. Aktionen zur Bewusstseinsbildung, wie beispielsweise ein „Plastikfasten“ während der Fastenzeit. Damit soll nicht nur der regionale Einzelhandel gestärkt, sondern auch ein nachhaltiger Lebensstil gefördert werden.

Wie wird der Betrieb finanziert?

Das Modell basiert auf einem solidarischen Konzept, das Mitglieder und Kunden aktiv einbindet:

  • Mitgliedsbeiträge: Vereinsmitglieder unterstützen den Laden durch regelmäßige Beiträge.
  • Einkaufszusagen: Mitglieder sichern durch verlässliche Einkäufe die finanzielle Basis.
  • Finanzielle Einlagen: Langfristige Stabilität wird durch Einlagen der Mitglieder gewährleistet.

Der Ladenbetrieb selbst wird überwiegend von Ehrenamtlichen organisiert. So können faire Preise gewährleistet werden, während Vereinsmitglieder zusätzlich von vergünstigten Einkaufspreisen profitieren.

Wiedereröffnung mit Aktionen am 30. Januar 2025

Die Türen des Ladens öffnen am 30. Januar 2025 erneut – und die Verbraucherinitiative lädt herzlich zur Feier ein. Am Eröffnungstag können sich Kund*innen auf folgende Aktionen freuen:

  • 10 % Rabatt auf alle Produkte für alle Besucher*innen.
  • Willkommensgeschenke für neue Vereinsmitglieder.

Gemeinschaftlich für die Zukunft

Mit diesem Projekt zeigt Gemeinsam Nachhaltig e.V., dass Bürger*innen gemeinsam etwas bewegen können. Der Unverpackt-Laden wird nicht nur ein Ort für umweltfreundliches Einkaufen, sondern auch ein Symbol für Zusammenarbeit und Engagement in Kaufbeuren.

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