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Panorama Soziales

Gemeinsame Übung zur Bekämpfung von Bergwaldbrände

Freiwilligen Feuerwehr Schwangau und die Bergwacht Füssen und Kaufbeuren üben am Schwansee bei Hohenschwangau

Die Bekämpfung von Waldbränden im steilen Gelände stellt besondere Herausforderungen an die Rettungskräfte und spätestens seit dem Brand am Zunderkopf in der Nachbarschaft des Säulings im Sommer letzten Jahres ist dieses Problem auch in unserer Region angekommen. Hieraus entstand nun die gemeinsame Übung der Bergwacht mit der Feuerwehr am vergangenen Freitag mit ca. 40 Feuerwehrlern und Bergrettern. Die Ausbildung begann zunächst mit einem Theorieteil in der Bergrettungswache Füssen. Im Anschluss ging es zur Praxis ins Gelände an den Schwansee.

Brände zu löschen ist prinzipiell Aufgabe der Feuerwehr. Die Bergwacht unterstützt die Feuerwehr im steilen, alpinen und absturzgefährdeten Gelände durch Ihre Erfahrung, trägt das Material mit und sichert die Feuerwehrler bei Ihrer Arbeit. Hierfür gibt es bei der Bergwacht Bayern einen Sonderausrüstungsanhänger Natur- und Umwelteinsatz mit dem erforderlichen, speziellen und hitzebeständigen Sicherungsmaterial.

Vor Ort wurde dann der „Einsatz“ einmal komplett durchgespielt. Mit Kraxen wurde gemeinsam weiteres Material wie Schläuche, Verteiler, Pumpen, Faltbehälter in den Berg getragen. Löschwasserleitungen wurden verlegt, Material vor Abrutschen gesichert und schließlich Wasser gepumpt und zu den verschiedenen Brandstellen gefördert. Hierbei agiert immer ein Trupp bestehend aus einem Bergwachler zur Sicherung und einem Feuerwehrler zum Löschen.

Unterstützt wurde die Übung durch das Technik-Team der Bergwacht Allgäu aus Immenstadt (LKLD). Diese suchten das Gelände mit einer Drohne und Wärmebildkamera ab und konnte so genaue Einsatzkoordinaten übermitteln, um auch kleinere Glutnester aufzuspüren, die dann gezielt aufgehackt und mit Löschrucksäcken abgelöscht werden.

An der Übung beteiligt waren 15 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Schwangau, 20 Bergretter der Bergwacht Füssen und Kaufbeuren, das Technik Fahrzeug der Bergwacht Allgäu und der Sonderausrüstungsanhänger Natur- und Umwelteinsatz aus Murnau mit je zwei Spezialeinsatzkräften.

Für die Verantwortlichen der beiden Blaulichtorganisationen war es wichtig zu sehen, welche Einheiten und Materialien wo und wann gebraucht werden, wie diese zur Einsatzstelle gebracht werden können und wie das Ganze Zusammenspiel im Einsatzfall funktioniert. Wie notwendig solche Vorbereitungen sind, haben die Ereignissen wie damals am Zunderkopf gezeigt. Mittlerweile wird die Bergwacht Bayern mit Ihren Spezialeinsatzkräften auch national und international zu großen Waldbrandeinsätzen hinzugezogen.

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