Pressekonferent des Oberbürgermeisters zum Thema KFZ-Versicherungen

Überraschende erste Ergebnisse zum Thema „teure KFZ-Versicherung“ in Kaufbeuren

Oberbürgermeister Stefan Bosse lud eigens zu diesem Thema zu einer Pressekonferenz am Dienstag, 15.03.2011 ins Kaufbeurer Rathaus. Neben dem Oberbürgermeister und zahlreichen Medienvertretern waren folgende Experten anwesend: Siegfried Brockmann und Herr Ortlepp, Unfallforschung des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft), Thomas Wegs (Polizei Kaufbeuren).

Lesen Sie hier ein paar Stimmen aus der Pressekonferenz:


Siegfried Brockmann

„Ihr Oberbürgermeister macht einen prima Job, ist hartnäckig und engagiert sich enorm, dass Problem der teuren Versicherungsklassen in Kaufbeuren zu lösen.“

„Für die Unfallforschung des GDV ist es schwer, aussagekräftige Statistiken zu erhalten, da sämtliche Unfallakten bei den einzelnen Versicherungsunternehmen liegen und der GDV keine Gesamtstatistik besitzt. Diese anzufordern und auszuwerten ist sehr zeitaufwändig.“

„Kaufbeuren hat es sehr schwer, da es auf einer kleinen Fläche und mit relativ geringer Zulassungszahl zwei Bundesstraßen im Stadtgebiet hat, die ein hohes Unfallrisiko beinhalten.“

„Der wesentliche Grund für die hohen Versicherungsprämien ist laut 5-Jahresstatistik in der hohen Anzahl an Unfällen über einer Schadenssumme von 50.000 Euro zu sehen. Insgesamt waren das 58 Unfälle dieser Größenordnung.“

„ 35 Unfälle davon konnten bisher untersucht werden. Dabei ist auffällig, das vor allem verkehrsschwache Teilnehmer wie Motorräder, Fahrradfahrer und Fußgänger ab 65 Jahren beteiligt waren. Solche Unfälle haben häufig dann auch eine große Schadenssumme.“

„Jeder dritte Unfall war ein Auto-Motorrad-Unfall.“

„19 von 35 Unfällen waren Unfälle mit ungeschützten Teilnehmer.“

„Jugendliche und ältere Autofahrer waren gemessen am Bundesdurchschnitt eher weniger an den Unfällen beteiligt.“

„Es gab viele Unfälle mit hoher Geschwindigkeit und zahlreiche Auffahrunfälle.“

„Die B12 hat ungefähr einen Anteil von 20 % an den 35 analysierten Unfällen. Deutlich weniger, als die Öffentlichkeit vermutet."

„Entgegen der öffentlichen Meinung spielen Unfalle außerhalb von Kaufbeuren (Umkreis ab 20 Kilometer) eine untergeordnete Rolle.“

„Großunfälle mit erheblichen Schadenssummen werden nicht 1:1 in die Statistik aufgenommen, um kleinere Städte nicht zu benachteiligen.“

„Ich glaube, dass nach weiteren intensiven Analysen und einer Beseitigung der Brennpunkte Kaufbeuren in den regionalen Schadensklassen deutlich besser stehen wird. Leider ist damit aber erst – aufgrund der kommenden Arbeiten in Kaufbeuren und einer 5-Jahrestatistik – in einigen Jahren zu rechnen.“


Oberbürgermeister Stefan Bosse

„Neben den jetzigen Erkenntnissen ist eine vertiefte Analyse notwendig, um den Ursachen genau auf den Grund zu gehen. Ein neutrales Fachbüro soll Kaufbeuren bei dieser Arbeit unterstützen. Daneben werden wir intensiv mit der Unfallforschung des GDV, der Polizei und dem Straßenbauamt in Kempten zusammenarbeiten.“

„Die Kosten für das Fachbüro werden von der Stadt Kaufbeuren getragen. Ich hoffe, dass der GDV seinen Aufwand größtenteils selber tragen wird.“

„Nachdem wir einen genauen Überblick über die Brennpunkte in Kaufbeuren haben, werden wir uns intensiv an die Beseitigung machen. Da verstärkt ältere Fußgänger an den teuren Unfällen beteiligt sind, können dies zum Beispiel Verbesserung von Überquerungshilfen sein.“

„Ich rechne wenigstens mit 3-4 Jahren, bis wir den schlechten Platz in der Statistik verlassen können.“


Thomas Wegs (Polizei)

„Wir werden unsere Unfallerkenntnisse mit denen der Unfallforschung und des zukünftigen Fachbüros zusammenlegen, um genaue Erkenntnisse zu gewinnen, aus denen heraus dann Maßnahmen zum Handeln folgen werden.“

Bilder: Marketingagentur Tenambergen

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