Teilstück des Märzenbachs wird renaturiert

Entstehen soll ein naturnaher Bachverlauf mit attraktivem Uferbereich

So ähnlich könnte der Märzenbach in Zukunft aussehen. Das Bild zeigt den Hühnerbach bei Ummenhofen, der nach Planungen von Mooser Ingenieure renaturiert wurde. Foto: Mooser Ingenieure

 

Der Märzenbach darf künftig wieder so fließen, wie es dem natürlichen Gewässerverlauf entspricht. Zumindest auf einem Teilstück von ungefähr 150 Metern im Bereich der Fußgängerbrücke an der Apfeltranger Straße im Kaufbeurer Süden. Dort beginnen ab Anfang Mai die Arbeiten, um den Märzenbach aus seiner jetzigen Struktur zu befreien. Derzeit fließt der Bach in diesem Bereich in einer strukturarmen, geradlinigen Rinne ohne besondere ökologische Wertigkeit.

Im Zuge der Renaturierung bekommt das Gewässer mehr Platz und Strukturelemente, die eine natürliche Gewässerentwicklung anstoßen sollen. Eine Betonschwelle im Bachbett unweit der Fußgängerbrücke wird dazu entfernt. Am Ufer erfolgt eine ansprechende Bepflanzung, teils mit zuvor am Bach entnommenen Pflanzen, teils mit heimischem, artenreichem Saatgut. Außerdem ist die Pflanzung von Bäumen geplant. In Kombination mit zwei Bänken, die ebenfalls dort aufgestellt werden sollen, entsteht so ein attraktiver Uferbereich, der dazu einlädt, den Märzenbach in einer möglichst naturnahen Form zu genießen.

„Der jetzige begradigte Verlauf des Märzenbachs ist ein Relikt aus den sechziger Jahren und alles andere als ein Schmuck für die Stadt“, erläutert Helge Carl, Leiter des Referats für Bau und Umwelt bei der Stadt Kaufbeuren. „Wir wollen den Bach ökologisch aufwerten und ihm Entwicklungsmöglichkeiten zurückgeben. Dieser Bereich des Bachverlaufs liegt in einem beliebten Freizeitgebiet, so dass hoffentlich viele Spaziergänger davon profitieren werden.“

Grund für die Renaturierung ist ein Ersatz für eine noch ausstehende Ausgleichsmaßnahme, die von der Herstellung des Hochwasserschutzes am Märzenbach aus den 1990er Jahren herrührt und in Zusammenhang mit dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens Mösle sowie der Hochwasserverrohrung in der Mindelheimer Straße steht. Die Stadt Kaufbeuren hätte die Renaturierung gern noch weiter ausgedehnt, am liebsten bis zur St.-Cosmas-Straße, doch die Eigentumsverhältnisse entlang des Märzenbachs lassen dies derzeit nicht zu.

Voraussichtliche Bauzeit: vier Wochen

Die Arbeiten beginnen in der ersten Maiwoche und dauern ungefähr vier Wochen, also bis voraussichtlich 26. Mai. Die Fußgängerbrücke bleibt erhalten, während der Bauarbeiten muss sie voraussichtlich für einige Tage gesperrt werden. Die Planung für die Renaturierung erfolgte durch Mooser Ingenieure aus Kaufbeuren. Ausgeführt werden die Arbeiten durch das Bauunternehmen Hubert Schmid.

Die Stadt Kaufbeuren weist darauf hin, dass die Wiesen entlang des Märzenbachs landwirtschaftlich genutzt werden und appelliert an die Spaziergänger, ihre Hunde anzuleinen. Im Namen der Eigentümer wird darum gebeten, die Wiesen in der Wachstumsphase nicht zu betreten.

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