Quelle: Stadt Kaufbeuren / Bau- und Umweltreferat

Stadt Kaufbeuren erhält Förderung in Millionenhöhe für kommunales Nahwärmenetz

In den kommenden Jahren wird ein Nahwärmenetz zwischen den kommunalen Gebäuden an der Schraderstraße aufgebaut.

Bildquelle: Stadt Kaufbeuren / Bau- und Umweltreferat
Bildquelle: Stadt Kaufbeuren / Bau- und Umweltreferat

Der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE, umgangssprachlich auch EU-Regionalfonds) bietet für finanzschwache Kommunen besonders attraktive Förderkonditionen beim Aufbau kommunaler Nahwärmenetze. Förderziele werden vom Fördergeber wie folgt definiert:

„Im Bereich öffentlicher Infrastrukturen und dem Gebäudebestand der Kommunen liegen besonders hohe Einspar- und Entwicklungspotenziale. Aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes und der Endlichkeit fossiler Energieressourcen müssen auch Wege zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieversorgung gefunden werden. Gerade öffentliche Infrastrukturen weisen ein besonders hohes Potenzial für Energieeinsparungen und für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen auf. Die Europäische Union und der Freistaat Bayern fördern im Rahmen des Operationellen EFRE-Programms im Ziel "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" / Prioritätsachse 3 „Klimaschutz“ daher auch „Maßnahmen zur Energieeinsparung in öffentlichen Infrastrukturen (kommunal)“. Kommunen können hieraus Unterstützung bei der Erhöhung der Energieeffizienz, dem verstärkten Einsatz regenerativer Energieträger sowie beim Einsatz neuer Techniken erhalten. Durch die hohe Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit sind Energieeinsparmaßnahmen in öffentlichen Infrastrukturen als Vorbilder besonders geeignet und können zur Nachahmung anregen.“

Die Stadt Kaufbeuren wird in den kommenden Jahren zwischen den kommunalen Gebäuden an der Schraderstraße ein Nahwärmenetz aufbauen. Dabei erhalten die Gebäude Hauberrisserstraße 8 (u.a. Stadtbibliothek), Schraderstraße 1 (Josef-Landes-Schule), Schraderstraße 3 (Schraudolphschule), Schraderstraße 5 (Hörmanschule) sowie die Turnhalle der Schraderschule eine gemeinsame Wärmeversorgung.

Die Wärmeerzeugung soll künftig durch eine Grundwasserwärmepumpe erfolgen. Nach einer Probebohrung ist von ergiebigen Grundwasserverhältnissen auszugehen. Der Strom für die Wärmepumpen wird mit Photovoltaik-Modulen auf dem Gebäude der Stadtbibliothek erzeugt. Ergänzt wird die Wärmepumpe durch einen Gasmotor, der Strom und Abwärme bereitstellt (Blockheizkraftwerk), und einen Spitzenlast-Gasheizkessel.

Darüber hinaus saniert die Stadt Fassade und Wärmedämmung der Stadtbibliothek und führt den Fenstertausch in den denkmalgeschützten Gebäuden weiter.

Die bestehende Turnhalle soll in den nächsten Jahren saniert oder durch einen Neubau ersetzt werden. Der dann anfallende, deutlich reduzierte Wärmebedarf wurde in den Planungen bereits berücksichtigt.

Die Ausführung der Baumaßnahmen beginnt im Sommer 2019 und soll schrittweise bis Herbst 2021 abgeschlossen sein. Aufgrund des laufenden Schulbetriebes können viele Bauarbeiten nur in den Schulferien ausgeführt werden.

Die Kosten der gesamten Maßnahme betragen rund 2.800.000 €. Die europäische Union und der Freistaat Bayern unterstützen die Stadt Kaufbeuren mit insgesamt 1.928.000 €.

Oberbürgermeister Stefan Bosse freut sich über die deutliche Unterstützung: „Mit dieser Förderung können wir ein großes Schulbauprojekt anschieben. Investitionen in Schulbauten sind Investitionen in die Zukunft.“

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