Schützenfest am Berliner Platz

ESVK überrollt Freiburg und siegt mit 10:5 Sieg.

ESVK überrollt Freiburg in Drittel 1 und legt Grundstein für 10:5 Sieg. Foto: Lahr-Fotografie

Am gestrigen Freitag gastierte der Aufsteiger EHC Freiburg am Berliner Platz. Dabei stand Stefan Vajs wieder zwischen den Pfosten. Weiterhin fehlte aber Matthias Bergmann und Philipp Messig war in Sonthofen im Einsatz. Dafür standen Wayne Lucas und Förderlizenzspieler Simon Schütz im Kader.

Die Hausherren starteten wie die Feuerwehr und nach nicht einmal 22 Sekunden traf Max Schmidle, der frei vor dem Tor stand, zum 1:0. Lange hatte dieses Ergebnis aber nicht Bestand, denn nach etwa drei Minuten war Mitch Versteeg zum ersten Mal an diesem Abend aus spitzem Winkel zur Stelle und traf zum 2:0. Kaufbeuren wirbelte die Defensive der Breisgauer immer wieder durcheinander. Dies hatte zur Folge, dass Christoph Mathis' Arbeitstag bereits nach 4:35 Minuten zu Ende war. Josh Burnell zog hart vors Tor und lenkte die Scheibe an Mathis zum 3:0 vorbei. Marco Wölfl trat seinen Dienst an, doch auch er brachte keine Ruhe ins Freiburger Spiel hinein und wirkte von Beginn an nicht sicher.

Der junge Back-Up stand von Beginn an unter Beschuss und nur gelegentliche Entlastungsangriffe der Wölfle boten ihm eine Verschnaufpause. Es dauerte aber nicht lange, da musste auch er hinter sich greifen. In Minute 12 war Daniel Menge im Nachschuss völlig frei im Slot und setzte den Puck ins Tor zum 4:0. Eine Schrecksekunde folgte dann für den ESVK. Florian Thomas wurde von Tobias Bräuner in die Bande gecheckt und blieb liegen. Mit der Historie seiner Gehirnerschütterung im Vorjahr war schlimmstes zu befürchten, doch ein Cut an der Nase war das glimpfliche Resultat. Bräuner verließ das Spiel mit einer Matchstrafe.

Die Messe für Kaufbeuren war also bereits früh gelesen, doch die Hausherren spielten munter weiter. Vor allem die erste Reihe zeigte sich äußerst gefährlich. Davon profitierte Versteeg, dessen Schlagschuss platziert ins Eck ging. Aber auch Freiburg wachte langsam auf, wobei die Buronstädter nun immer nachlässiger wurden. Die KHL-Reihe um Niko Linsenmaier war dabei die gefährlichste und erzielte dadurch auch das 5:1 in Minute 18. So ging es mit einem 5:1 und einem Schussverhältnis von 23:5 in die Pause.

Durch den klaren Spielstand in Drittel 1 verlief der zweite Abschnitt sehr zerfahren, doch war es bei weitem nicht mehr so einseitig. 15:8 Torschüsse waren das Ergebnis und die Allgäuer bauten aber ihr Torekonto weiter aus. Das 6:1 war vielleicht das schönste Tor des Abends, denn Michi Fröhlich verwertete eine schnelle und flüssige Kombination über Daniel Menge und Michael Baindl. St. Jacques verwertete dann kurze Zeit später einen Abpraller zum 7:1. Doch die Breisgauer steckten nicht auf und versuchten immer wieder gute Offensivaktionen umzusetzen. Tobi Kunz gelang dies erfolgreich zum 7:2. Als sich dann so mancher Zuschauer schon in der Pause befand, war Mitch Versteeg hoch im Slot völlig frei. Sein Schuss komplettierte den Hattrick, den ersten seiner Karriere.

Mit dem 8:2 im Rücken gestaltete sich das letzte Drittel für beide Teams schwierig, denn die Chancen für die Wölfe gingen gegen Null und der ESVK verlor seine Souveränität immer mehr. Nachlässigkeiten in der Defensive waren die Folge und ein Spiel mit offenem Visier entwickelte sich. So gab es Chancen auf beiden Seiten, die auch in Toren mündeten. Wittfoth und Kunz auf Seiten des EHC und Martin Heider waren für ein 9:4 verantwortlich.In Minute 56 war es dann so weit. Jannik Woidtke schlenzte den Puck ins rechte obere Eck und der zehnte Treffer stand nun in Stein gemeißelt. Lange war so etwas am Berliner Platz schon nicht mehr zu erleben. Der Endstand der Partie wurde dann von Nikolas Linsenmaier hergestellt, der in der Schlussminute noch auf 10:5 verkürzte. So stand letztlich ein deutlicher Sieg des ESVK zu Buche, den nur so manch nachlässiges Defensivverhalten trüben hätte können.

Auf der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Mike Muller erfreut über den Sieg, sah aber auch gewisse Verbesserungsmöglichkeiten: „Wir wollten viel Druck und Dampf am Anfang machen. Ich glaube, das ist uns gut gelungen. Das war heute eines der Heimspiele, in dem wir unsere Chancen genutzt haben." „Im ersten Drittel waren wir wahrscheinlich noch im Bus und haben geschlafen", so Leos Sulak. „Nach dem ersten Drittel war das Spiel eigentlich gegessen."
Für den Spieler des Abends, Mitch Versteeg - von den Fans nochmals aus der Kabine geholt - bot der Abend eine persönliche Bestmarke: „Meine Pucks gingen einfach ins Netz und das war der erste Hattrick meiner Profi-Karriere – ein tolles Erlebnis. Wir spielten gut, brachen aber am Ende etwas ein."

Tore: 1:0 (1.) Schmidle (St. Jacques, Oppolzer), 2:0 (4.) Versteeg (St. Jacques, Oppolzer), 3:0 (5.) Burnell (Thomas, Baldwin), 4:0 (12.) Menge (Fröhlich, Woidtke), 5:0 (15.) Versteeg (St. Jacques, Schmidle – PP1), 5:1 (18.) Linsenmaier (Haluza, Kunz), 6:1 (28.) Fröhlich (Baindl, Menge), 7:1 (32.) St. Jacques (Oppolzer, Schmidle), 7:2 (34.) Haluza (Linsenmaier, Kunz), 8:2 (40.) Versteeg (St. Jacques, Schmidle), 8:3 (46.) Wittfoth (Rupp, Vavrusa), 9:3 (46.) Heider (Versteeg, Schmidle), 9:4 (52.) Kunz (Kames, Haluza – PP1), 10:4 (56.) Woidtke (Oppolzer, Heider), 10:5 (60.) Linsenmaier (Kästle)

Aufstellung:
Vajs – Henne
Versteeg – Heider
Baldwin – Woidtke
Stein – Schütz
Lucas
Schmidle – St.Jacques – Oppolzer
Menge – Baindl – Fröhlich
Burnell – Thomas – Schäffler
Lukes – Hadraschek – Lautenbacher

Strafminuten: 6 plus 10 Disziplinarstrafe Schütz – 4 plus 25 Matchstrafe Bräuner
Schiedsrichter: Elvis Melia

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