Quelle: Marketingagentur Tenambergen

Schreiner-Innung Kaufbeuren-Marktoberdorf: Preisverleihung „Die Gute Form“ 2022

Emil Wagner aus Kaufbeuren gewinnt den ersten Platz

Foto: Marketingagentur Tenambergen
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Der Erstplatzierte Emil Wagner mit der Jury, v.l., Helmut Bucher (Bürgermeister der Gemeinde Germaringen), Robert Tumler (Obermeister der Metall-Innung Kaufbeuren-Ostallgäu) und Manfred Melzer (Firma Layer).

 

 

 

Landrätin Maria Rita Zinnecker brachte es auf den Punkt: „Wir haben heute nur Sieger.“ Nach dreijähriger Coronapause lud die Schreiner-Innung Kaufbeuren-Marktoberdorf endlich wieder zu einer Preisverleihungsfeier ein. Schauplatz war das Foyer des Landratsamts Ostallgäu. Dort wurden nicht nur alle Gesellenstücke präsentiert, sondern auch die vier Preisträger gekürt.

Für Kreishandwerksmeister Robert Klauer sind die Schreiner „einfach nur zu bewundern“. Alle Arbeiten seien etwas Bleibendes, sagte er in seinem Grußwort und wandte sich Richtung Jury: „Sie hatten eine schwere und keinesfalls leichte Aufgabe.“ Neben Manfred Melzer von der Firma Layer aus Marktoberdorf, Robert Tumler, Obermeister der Metall-Innung Kaufbeuren-Ostallgäu, hatte auch Germaringens Erster Bürgermeister Helmut Bucher die ehrenvolle Aufgabe die Besten herauszufischen. Für den Gemeindechef war es überhaupt keine einfache Aufgabe. In Ruhe habe er jedes Werk angeschaut und begutachtet. „Es war brutal schwer einen Sieger zu küren. Wir haben uns wahnsinnig schwergetan. Es sind alles so tolle, angefertigte Stücke, jedes filigran verarbeitet.“ Großartige Ideen seien umgesetzt worden. „Verlierer gibt es hier mit Sicherheit keine“, so Bucher.

Jeder Auszubildende verbrachte mindestens bis zu 100 Stunden an seinem Gesellenstück. Neben Kommoden, Schreibtischen und Schränken wurde der Jury auch ein Bett präsentiert. „Ich würde jedes dieser Stücke mitnehmen, weil sie alle so großartig gelungen sind“, sagte Robert Tumler, ehe er mit der Preisverleihung startete. Den Sonderpreis erhielt Julian Reichenbach von der Schreinerei Fendt aus Untrasried. Er fertigte einen Schreibtisch an, der keinesfalls als Standardmöbelstück zu bezeichnen ist. „Es hat den Sonderpreis verdient.“

Den dritten Platz sicherte sich Maximilian Altthaler von der Schreinerei Thomas Kreuzer aus Oberbeuren. Nicht nur die Proportionen des Tisches seien stimmig, „auch die Holzauswahl komplett aus Kirsche hat uns wirklich überzeugt. Die beiden Schubladen, die in den Tisch integriert sind, passen sich perfekt ein“, so Jurymitglied Robert Tumler in seinen Ausführungen.

Das nächste Unikat hat die Prüfer durch die symmetrische und optische Einteilung überzeugt. Das Farbenspiel, welches für den Tisch gewählt wurde, ist abgestimmt. Die Griffleisten sind fast nicht zu erkennen, weil sie durch eine Abgrenzung der verschiedenen Farben als solche nicht erkannt werden. Rang zwei ging an Fabian Ohneberg von der Schreinerei Demmler aus Willofs.

Am meisten überzeugt hat die Jury die Arbeit von Emil Wagner. Der Kaufbeurer arbeitet in der Schreinerei Herb in Mauerstetten. Die Jury sprach von einer künstlerischen Begabung. Der Schreibtisch sei ein zweckmäßiges Möbelstück, mit handwerklichen Details garniert. Die Farben sind perfekt zueinander abgestimmt. Der Clou: Ein verstecktes Fach, das mithilfe eines integrierten Knopfes geöffnet wird. „Es ist handwerkliches Können mit Vollkommenheit entstanden“, so die einhellige Meinung der Jury. Neben einem Geldbetrag, den übrigens alle Preisträger von der Schreiner-Innung erhielten, bekam Wagner noch einen Akku-Schrauber von der Firma Layer gesponsert. Der Sieger selbst war sichtlich baff und sehr überrascht über seinen Erfolg. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, so der 18-Jährige. Wagner holte sich Inspirationen, brachte seine Ideen nicht nur zu Papier, sondern fertigte auch eine Planzeichnung an, die dann in einer 3D-Skizze mündete. „Der Verschluss des Fachs war dann doch für mich die große Herausforderung. Dass die Gärung perfekt schließt, und es dadurch keine Fuge gibt, hat am meisten Zeit verschlungen“, so Wagner. Sein Gesellenstück wird übrigens im November auf der Messe „Heim und Handwerk“ in München ausgestellt. Dort kommen alle Innungssieger aus ganz Bayern zusammen.

Unterdessen appellierte Reinhold Echtler, scheidender Obermeister der Schreiner-Innung Kaufbeuren-Marktoberdorf, an die fertigen Auszubildenen: „Bleibt Eurem Beruf treu, seid stolz auf das, was ihr gemacht habt. Warum nicht in vier Jahren die Meisterprüfung angreifen? Wir brauchen Nachfolger und Betriebe. Ihr könnt stolz auf das Schreinerhandwerk sein.“ In die gleiche Kerbe schlug Lehrlingswart und Prüfungsbeauftragter Christian Mayer, der aber besonders die Unterstützung der Lehrer und der Kreishandwerkerschaft in den Fokus rückte. „Es ist ein großes Team. Danke, dass alles so reibungslos funktioniert hat.“

 

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