Quelle: Arbeitskreis Asyl / Günter Kamleiter

Religionsfreiheit – ein umkämpftes Menschenrecht

Vortrag von Prof. Dr. Heinrich Bielefeld im Haus der Demokratie

Bildquelle: Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren, Ostallgäu und Umgebung
Bildquelle: Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren, Ostallgäu und Umgebung

Religionsfreiheit – ein umkämpftes Menschenrecht

Vortrag von Prof. Dr. Heinrich Bielefeld am 30.September 2019 19:30 Uhr im Haus der Demokratie (Geyrhalter-Haus, Kaiser-Max-Str 15).

Es lädt ein: Bündnis für Flüchtlinge Kaufbeuren – Ostallgäu,  zusammen mit der Katholischen Pfarreiengemeinschaft und der evang. Dreifaltigkeitskirche, den beiden Moscheegemeinden und amnesty international, gefördert vom Integrationsbeirat Kaufbeuren.

Prof.Dr.Heiner Bielefeldt, Theologe und Philosoph, ist einer der führenden Menschenrechtsexperten in Deutschland. Von 2010 bis 2016 war er Berichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit beim UN-Menschenrechtsrat, in dieser Mission war er in vielen Ländern der Welt unterwegs. Seit 2009 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Universität Erlangen. Im August hielt er bei dem großen Treffen „Religions for Peace“ die Eröffnungsrede.

Vor einem Jahr gab es in Kaufbeuren einen Bürgerentscheid zur Frage der Vergabe eines städtischen Grundstückes für den Bau einer Moschee. Die Stimmung in der Stadt war aufgeheizt, die Fronten ziemlich verhärtet. Die Vergabe des städtischen Grundstückes wurde im Bürgerentscheid abgelehnt.

Viele hatten gekämpft, hatten sich eingesetzt für den Bau der Moschee, sie waren nun sehr enttäuscht, und die entstandenen, intensiven Kontakte zu der islamischen Gemeinde begannen wieder einzuschlafen. Das Bündnis für Flüchtlinge ist überzeugt, dass Religionen oft von der Politik missbraucht werden für nationale Interessen. Das Menschenrecht auf Meinungs- und Religions¬freiheit ist eine der grundlegenden Säulen für das friedliche Zusammenleben der Menschen.

In dem Vortrag von Professor Bielefeldt wird es um Ursachen, Mechanismen und Auswirkungen der Einschränkung der Religionsfreiheit gehen. Anhand von Beispielen wird er aufzeigen, wie der Kampf um die Religion bzw. im Namen der Religion angeschürt und befeuert wird. Der Weg aus solchem meist kriegerischem Kampf ist schwer. Umso wichtiger ist die Nutzung des Menschenrechtes auf Meinungs- und Religionsfreiheit, der Dialog zwischen den Religionen und den einzelnen Bürgern. So sollte in jeder Kommune der Dialog gepflegt werden, die Kontakte zwischen den Religionsgemein¬schaften vertieft werden. Die friedensstiftende Kraft der Religionen kann sich nur entwickeln, wenn das Recht auf Meinungsfreiheit gesichert ist und wenn ein respektvoller, wertschätzender Umgang gesichert ist.

Das Bündnis für Flüchtlinge möchte im Anschluß einen „Runden Tisch der Religionen“ anregen, in dem das gegenseitige Kennenlernen zunächst im Vordergrund steht. Ähnlich wie in der Bewegung „Religions for Peace“ könnte sich so eine friedvolle, friedensstiftende Kraft entwickeln, die Konflikte wie vor einem Jahr reduzieren hilft.

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