Quelle: Stadt Kaufbeuren / Peter Igel

Kaufbeurer Wirtschaft zeigt sich robust in Coronazeiten

Oberbürgermeister Bosse im Austausch mit der örtlichen Wirtschaft

Auf Wunsch von OB Bosse tagte aktuell der Kaufbeurer Wirtschaftsbeirat via Telefonkonferenz. Einziges Thema der rund einstündigen Telefonschaltung war der Umgang der Unternehmen vor Ort mit der Covid-19-Situation. Die Gesprächsteilnehmer repräsentierten ganz unterschiedliche Branchen. Das Spektrum reichte vom Baugewerbe über Einzelhandel bis zum Bankensektor. Sprecher des Kaufbeurer Wirtschaftsbeirates ist der Steuer- und Unternehmensberater Ulf Jäkel, der den Termin organisiert hatte. OB Bosse ging zunächst auf die städtische Haushaltslage ein und stellt klar, dass laufende und geplante Investitionen, zum Beispiel im Schul- und Kindergartenbereich, unvermindert durchgeführt und angegangen werden. Die örtliche Bau- und Immobilienbranche zeigt sich aktuell nahezu unbeeinträchtigt und optimistisch, auch wenn sich bereits Mietreduktionen von gewerblichen Mietern abzeichnen. Der Tiefbausektor tendiert etwas zu sinkenden Preisen, was öffentliche Baumaßnahmen er-leichtert. Im Bereich Automobilzulieferer und KFZ-Handel kam es deutlich zu Kurzarbeit und teils Halbierung der Umsätze.

Der Versorgungssektor ist eher krisenresistent und erwartet speziell im Energiemarkt einen moderaten Absatzrückgang im Gesamtjahresverlauf.

Der Eizelhandel spürte nach der Wiedereröffnung zunächst Verunsicherung und Zurückhaltung der Kunden. Einige Händler sind inzwischen aber positiv überrascht vom Kaufverhalten ihrer Kunden. Im Produktionssektor wurden frühzeitig Maßnahmen zum Mitarbeiterschutz ergriffen, wodurch es zu keinen Produktionsausfällen wegen Infektionsgeschehen kam und gerade die Nachfrage aus China wieder merklich anzieht.

Im Bereich von Mietwohnungen wird derzeit spürbar, dass der nachbarschaftliche Friede durch die Zeit der Ausgangsbeschränkungen leidet.

MdL Franz Josef Pschierer, ehemaliger Bayerischer Wirtschaftsminister, erkundigte sich insbesondere über die Zusammenarbeit der örtlichen Banken mit der LfA, Förderbank des Freistaats Bayern. Diese wie auch die Kooperation mit der KfW, Förderbank des Bundes, und dem Bereich Bayerische Bürgschaften wurden ganz überwiegend als gut bezeichnet. Die Corona-Soforthilfen und inzwischen auch staatlichen Förderkredite kämen zeitnah vor Ort in den Firmen an. Nur vereinzelt käme es zu langen Wartezeiten.

Da die Überbrückungskredite aber später bedient und zurückgeführt werden müssen, war im Gremium einhellig die Bitte an die Landespolitik formuliert worden, beim Thema Insolvenzrecht das Schutzschirmverfahren zu vereinfachen und Restschuldbefreiungen bzw. Teilerlasse in diesen Verfahren zu erleichtern.

Sehr positiv wurde eine von der Bundesregierung angedeutete Umweltprämie zur Stützung der Autoindustrie gesehen, wobei bei deren Ausgestaltung Wege gefunden werden müssten, dass die Förderung nicht nur die Autokonzerne beflügelt, sondern auch den vielen mittelständischen Zulieferbetrieben nutzt.

OB Bosse und Ulf Jäkel dankten der Gesprächsrunde für den informativen Austausch und sehr optimistischen Umgang mit den außergewöhnlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit den Corona-Folgewirkungen. Bei aller Sorge in dieser Situation zeichnete die Gesprächsrunde doch das Bild einer robusten örtlichen Wirtschaft verbunden mit der Hoffnung auf moderate Auswirkun-gen auf den Arbeitsmarkt. OB Bosse freute sich abschließend darauf, den Mitgliedern des Gremiums möglichst bald wieder persönlich begegnen zu können.

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