Quelle: ESV Kaufbeuren /

Philippe Bader

Joker gewinnen Krimi gegen Bad Nauheim in den Schlusssekunden

Sami Blomqvist gelingt Hattrick zum Jahresabschluss in der ausverkauften erdgas schwaben arena

Foto: Benjamin Lahr
Foto: Benjamin Lahr

Das letzte Heimspiel 2019 stand am Montagabend für ESV Kaufbeuren auf dem Plan. Zu Gast in der ausverkauften erdgas schwaben arena war vor 3100 Zuschauern der EC Bad Nauheim. Wie unglaublich eng es in der Liga zugeht zeigte die Tatsache, dass den neuntplatzierten ESVK und den drittplatzierten ECBN zu diesem Zeitpunkt lediglich zehn Punkte voneinander trennten. Andreas Brockmann musste zwar wieder auf Philipp de Paly und Daniel Oppolzer verzichten. wieder mit an Bord war Florian Thomas, der sich nach einem Schussblock in Landshut zum Glück nicht, wie erst befürchtet, schwerer verletzt hatte.


Ausgeglichen und schnell beginnt das erste Drittel, wobei beide Teams vorerst nicht zu klaren Torchancen kommen. Stefan Vajs muss bei einem abgefälschten Nauheimer Schuss in der dritten Minute erstmalig seine Reflexe abrufen. Auf der anderen Seite gibt es erst in der sechsten Minute den ersten Aufreger, weil Calvin Pokorny plötzlich allein vor Felix Bick auftaucht, aber dann an dessen Schonern scheitert. Im Anschluss Totalausfall in der Kaufbeurer Abwehr, als der Puck von den eigenen Kollegen direkt vor den Kasten von Stefan Vajs gepasst wird. Der Kaufbeurer Keeper ist bereits geschlagen, aber Leon Kittel kann in letzter Sekunde mit dem Schlittschuh klären. Jetzt sind die Teufel am Drücker. Jack Combs kommt völlig frei zum Schuss, zieht aber knapp am langen Pfosten vorbei. Im Anschluss auch endlich Gegenwehr der Joker. Ein schneller Konter der Rotgelben kann nur mit unfairen Mitteln gestoppt werden und es beginnt eine siebenminütige Phase, in der der ESV fast ständig mit einem Mann mehr auf dem Eis steht, weil sich Bad Nauheim eine Strafzeit nach der anderen leistet. Ausgerechnet das sonst so starke Powerplay der Joker bleibt aber bisher erfolglos. Die Schüsse kommen entweder zu ungenau, werden von der gut aufgestellten Nauheimer Abwehr geblockt, oder werden vom starken Felix Bick aus der Luft gefischt. Mit der Schlusssirene muss dann Stefan Vajs noch einmal in höchster Not gegen Marcel Kahle klären und eine in allen Belangen steigerungsfähige Partie geht torlos in die Pause.

Auch der zweite Spielabschnitt startet ausgeglichen, wobei die Joker nun etwas entschlossener wirken und immer wieder mit ihrer ersten Angriffsreihe um Sami Blomqvist, Antti Kerälä und Max Lukes dynamisch vor das Nauheimer Tor kommen, aber bei Felix Bick ist vorerst immer Endstation. In der Folge aber die Teufel in Überzahl und Dani Bindels scheitert völlig freistehend am starken Stefan Vajs. Dann steht sein Gegenüber wieder im Fokus, als er einen schönen Versuch von Branden Gracel entschärft, aber die Situation hat wenigstens ein erneutes Powerplay der Hausherren zur Folge. Jetzt läuft die Überzahlmaschine der Joker endlich einmal wieder wie geschmiert. Antti Kerälä passt hinter dem Tor stehend auf den anlaufenden Max Lukes, der legt nochmals ab auf Sami Blomqvist und der schließt aus seiner Lieblingsposition direkt zum 1:0 für Kaufbeuren ab. Jetzt wachen die Joker auf und das überträgt sich auch auf die Stimmung der Fans. Fabian Koziol zieht satt von der Blauen ab, aber zu zentral auf den Schlussmann. Der ESVK ist dran am zweiten Treffer, aber genau in dieser Phase kommen sie durch eine umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters in Unterzahl. Die Rotgelben werfen alles dazwischen, aber der Ausgleich ist beim Schuss von Marc El-Sayed in der 34. Minute nicht zu mehr zu verhindern. Kurz nach dem Anschlusstreffer dann wieder Powerplay Kaufbeuren, Branden Gracel auf Sami Blomqvist, direkt weiter zu Antti Kerälä und der trifft das leere Tor nicht. Zwei Minuten vor Drittelende dann Schrecksekunde für die Joker Fans. Ein übler Fehlpass im Kaufbeurer Spielaufbau bringt die Teufel zu einer Top-Chance, die Nauheimer Spieler reißen bereits die Arme zum Torjubel hoch, doch das Spiel ist bereits abgepfiffen bevor die Scheibe die Torlinie überquert, weil Stefan Vajs sie wohl schon gesichert hatte. Dann nochmals zwei Großchancen auf beiden Seiten, aber die Keeper parieren jeweils großartig. Eine nun deutlich unterhaltsamere Begegnung geht in die zweite Unterbrechung.

Ein verkrampfter Start der Joker ins letzte Spieldrittel und das wird in der 45. Minute durch die Bad Nauheimer Führung bestraft. Julian Eichinger spielt in der Rückwärtsbewegung die Scheibe direkt in den Schläger von Nauheims Daniel Ketter, der mit viel Geschwindigkeit auf das Kaufbeurer Tor fährt, seinen Schuss kann Stefan Vajs nur nach vorne abprallen lassen, wo er an das Bein von Andrej Bries fällt und von dort ins Tor trudelt. Jetzt ist erstmal Stille auf den Rängen der erdgas schwaben arena und auch die Spieler des ESV zeigen sich sichtlich beeindruckt von diesem Treffer und wirken kraftlos. Alle Abschlüsse der Rotgelben kommen zu zentral und sind ein gefundenes Fressen für den souveränen Felix Bick. Stefan Vajs hält seine Jungs durch eine schnelle Stockhandabwehr, bei einer 4 gegen 2 Situation der Teufel, aber weiter im Spiel. Dann die Riesenchance von Max Lukes der perfekt im Slot stehend von Sami Blomqvist bedient wird und es irgendwie schafft die Scheibe nicht im Tor unterzubringen. Es ist zum Verzweifeln. Der ESVK kämpft sich jetzt langsam zurück und so ist es auch eine kämpferische Leistung von Branden Gracel und Joey Lewis die zum erlösenden Ausgleich führt. Beide erobern erst die Scheibe an der Bande, spielen den schnellen Tobi Wörle an und der Routinier verwandelt humorlos. Jetzt sind die Joker und ihre Anhänger plötzlich wieder hellwach und drängen auf den Sieg. Antti Kerälä und Joey Lewis haben besten Möglichkeiten, aber der Nauheimer Schlussmann hält was es zu halten gibt. Es läuft die letzte Spielminute, beide Teams geben sich nicht mit dem Unentschieden zufrieden, es geht hin und her. Dann ein Traumpass von Anitt Kerälä aus der neutralen Zone in den Lauf von Sami Blomqvist und der Topscorer der Joker netzt kaltschnäuzig mit der Rückhand ein und bringt die ausverkaufte Arena vierzig Sekunden vor Spielende zum ausrasten. Bad Nauheim nimmt direkt eine Auszeit und im Anschluss den Keeper zu Gunsten des sechsten Feldspielers vom Eis. Antti Kerälä bringt die Scheibe aber schnell aus dem eigenen Drittel und wieder findet sie den Weg zu Sami Blomqvist, der zur endgültigen 4:2 Entscheidung ins leere Tor trifft und somit nicht nur das Spiel entscheidet, sondern auch seinen Hattrick perfekt macht.

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