Inspirierende Begegnungen wagen

Stadtjugendring verzeichnet großen Erfolg mit dem Jahresthema „Fremd oder daheim in Kaufbeuren?“

Bildunterschrift: Mit dem Stück „Aladin“ sollte den Jugendlichen die orientalische Kultur näher gebracht werden. Mit dabei waren unter anderem - als Schauspieler und Musiker - asylsuchende Jugendliche aus Syrien und Ländern des afrikanischen Kontinents. Rund 1.800 Zuschauer sahen sich das Stück an. Foto: Stadtjugendring/Kulturwerkstatt

„Fremd oder daheim in Kaufbeuren?“ Unter dieses Motto hatte der Stadtjugendring (SJR) seine Arbeit im Jahr 2015 gestellt und damit ausgelotet, was es für junge Menschen braucht, um sich an ihrem Wohnort auch wirklich „zuhause“ zu fühlen. Angesprochen waren dabei im Besonderen nicht nur hier lebende Jugendliche mit Migrationshintergrund, sondern auch die jungen Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr in Kaufbeuren angekommen sind. In verschiedensten Projekten, die zusammen mit Schulen und Institutionen durchgeführt wurden, hat der Stadtjugendring ihnen die „Heimat Kaufbeuren“ näher gebracht und Möglichkeiten für inspirierende Begegnungen geschaffen. Nun liegt der Abschlussbericht vor – und zeigt den großen Erfolg des Projekts.

„Neben der seit Jahren bestehenden Integrationsarbeit des SJR für junge Menschen mit Migrationshintergrund - wie beispielsweise aus dem Kreis der Aussiedler - hat sich unsere Zielgruppe um eine wachsende Anzahl von Flüchtlingen verschiedenster Nationalitäten erweitert. Neben der Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten zwischen Einheimischen und Flüchtlingen wollten wir mit dem Jahresthema auch Flagge zeigen – für eine Heimat, in der sich alle wohlfühlen und miteinander an einer toleranten, positiven Atmosphäre arbeiten“, erklärt Holger Jankovsky, zusammen mit Michael Böhm Ansprechpartner des SJR für das Projekt „Fremd oder daheim“. Dabei sei Integration keine „Einbahnstraße“: Nicht nur über das Leben in Kaufbeuren wurde vermittelt, sondern auch die Einheimischen lernten viel über die kulturellen Hintergründe von Migranten und Flüchtlingen.

Mit im Boot war unter anderem die Kulturwerkstatt, die das Thema in der Auswahl ihrer gezeigten Theaterstücke aufgriff. In „Hier wohnt Anne – wo wohnst Du?“ wurde das Schicksal der Anne Frank zusammen mit Schülern der Beethovenschule näher beleuchtet. Ebenfalls auf dem Plan stand „1, 2, 3, versteck Dich“, ein Stück über friedliches Zusammenleben, sowie der „Märchenwald“ in Kooperation mit der Vorschulklasse  der Hirschzeller Schule und „Aladin“, in dem den Zuschauern die orientalische Kultur näher gebracht wurde.

Die offene Jugendarbeit stellte ihre Projekte 2015 unter den Begriff „Partizipation und Begegnung“ und arbeitete mit Einrichtungen wie dem Jugendzentrum Neugablonz und dem Juze-Truck Oberbeuren zusammen. Im Jugendzentrum wurde beispielsweise ein Jugendhausbeirat gegründet, um den Aufbau demokratischer Beteiligungsformen zu vermitteln. Die mobile Spielplatzbetreuung von „Mobiku“ und „Mobikids“ setzte mit „Kunterbunt ist unsere Welt – Bräuche aus aller Welt“ besondere Schwerpunkte und warb dafür auch aktiv in den Flüchtlingsunterkünften. Der SJR-Fachbereich Bildung und Betreuung konzentrierte sich speziell auf die Zusammenarbeit mit den Kaufbeurer Schulen:  In den Ganztagsklassen und Mittagsbetreuungen wurden Gerichte aus anderen Ländern gekocht, Geschichten vorgelesen und Kulturfeste gefeiert. Ein Highlight bildete die Aktionswoche „Mit 30 Kindern um die Welt“. Auch die Gruppenleiter des Stadtjugendrings profitierten vom Jahresthema: Sie erhielten Fortbildungsangebote in Sachen „interkulturelle Kompetenz“.

„Insgesamt haben wir mit unseren Aktionen und Projekten über 1000 Menschen erreicht, wenn man die Besucher beispielsweise bei Veranstaltungen dazu zählt kommen wir auf über 5000“, freut sich Böhm. Die Vielzahl an Synergieeffekten sei angesichts dieser Zahlen kaum zu beziffern. „Aufgrund dessen und weil wir so viel positives Feedback bekommen haben, wollen wir viele der begonnenen Aktivitäten auf jeden Fall in 2016 fortführen und entwickeln. Unter dem Motto ,Ankerplatz Kaufbeuren' werden wir weiter dazu ermuntern, Begegnungen zu wagen – und vor allem auch die entsprechenden Gelegenheiten dazu schaffen.“

 

Text: Marketingagentur Tenambergen

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