Inklusion beim Taekwondo Team Buron Kaufbeuren

Ein Bericht: Der Verein hat 150 Mitglieder, ist am Breitensport orientiert und betreibt Nachwuchsförderung auf bayerischer Ebene

Foto: Taekwondo Team Buron Kaufbeuren

Das Taekwondo Team Buron Kaufbeuren wurde im Dezember 1993 gegründet. Derzeit hat der Verein ca. 150 Mitglieder, welche von acht qualifizierten Trainern in sechs unterschiedlichen Trainingseinheiten koordiniert werden.

Der Verein ist ein Breitensport orientierter Verein mit Nachwuchsförderung auf bayerischer Ebene.

Freizeitaktivitäten wie Sommerfest und Weihnachtsfeier, Ausflüge und Trainingscamps werden breitgefächert angeboten. Tae und Kwon stehen für Fuß- bzw. Handtechniken, besonderen Wert legt der Verein aber auf das Do: seinen Weg zu gehen, um diszipliniert, höflich, tolerant und respektvoll und selbstbewusst sein Ziel zu erreichen.

Die Geschicke des Vereins leitet von Beginn an die 1. Vorsitzende Michaela Zimmermann.

Stolz darauf ist die erste Vorsitzende, dass das Team Buron Kaufbeuren ein Verein für jeden Menschen ist. Bei uns wird jeder Sportler individuell gefördert und gefordert. Die jüngsten Mitglieder sind 2 Jahre, die ältesten Mitglieder über 60 Jahre. Erwachsene und Kinder aus allen Nationen betreiben gemeinsam Selbstverteidigung auf hohem Niveau. Menschen mit Handicap werden ebenso gefördert, wie Kinder/Jugendliche, die leistungsorientiert trainieren wollen. Jeder kleine und große Mensch ist es wert, dass man seine Bedürfnisse wahr nimmt, sich um ihn kümmert und dafür Sorge trägt, dass alle eine Chance haben, ihren Weg zu gehen um ihr Ziel zu erreichen.

Markus Knab(31), der im betreuten Wohnen der Lebenshilfe Ostallgäu wohnt, betreibt seit 2004 die koreanische Kampfsportart. 2008 wechselte er den Verein vom VFL Buchloe zum Taekwondo Team Buron Kaufbeuren. Seitdem trainiert er regelmäßig in der Fortgeschrittenengruppe des Vereins unter der Leitung von Michaela Zimmermann. Mit Erfolg legte der Special Olympic Sieger im Leichtathletik im Mai die Gürtelprüfung zum Rot/Schwarzgurt ab. Dies ist der höchste Schülergrad, vor dem schwarzen Gürtel (Meistergrad).

Nachdem Taekwondo Anfang 2015 offiziell als paralympische Disziplin anerkannt wurde, ist es ein besonderes Anliegen der Deutschen Taekwondo Union (DTU), Para-Taekwondo als Breiten- und Leistungssport zu fördern. Deutschland hat bereits mit Hasim Celik (Behindertensportbeauftragter des Verbandes) einen Europa- und Weltmeister im Para Vollkontakt Taekwondo.

2016 finden zum ersten Mal die German Open mit Para Poomse statt. Hier wird in zwei unterschiedlichen Klassen gestartet, Sportler mit geistigen sowie Sportler mit körperlichen Einschränkungen. Markus Knab wird hier zum ersten Mal in der Disziplin Poomse an den Start gehen. Der „Formenlauf“ entspricht einem Schattenkampf. Entsprechend der Gürtelfarbe wird eine vorgegebene Bewegungsform eingeübt, insgesamt gibt es 17 Formen. Die Poomsae ist wichtig für Bewegungsschulung, Gleichgewicht und Atemrhythmus. Durch den symmetrischen Aufbau der Formen erlernt der Sportler die Techniken beidseitig, also rechts und links. Ziel ist hierbei eine möglichst korrekte und optisch ansprechende Präsentation der Poomsae. 5 Kampfrichter werten hier Technik, Kraft und den Rhythmus des gezeigten Bewegungsablaufes. Sein großes Ziel, den schwarzen Gürtel zu erreichen, lässt Markus Knab aber nicht aus den Augen. Nach bestandener Prüfung beginnt die mindestens 1jährige Vorbereitungszeit zum schwarzen Gürtel. Hier sind neben unzähligen Trainingseinheiten auch der Besuch von Lehrgängen und Theorieeinheiten erforderlich. Michaela Zimmermann ist sich sicher, dass Markus Knab auch diese Hürden meistern wird.

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