Im Jugendamt Kaufbeuren wird’s bunt

Ausstellung im Rathaus ab 4. Juli zeigt Arbeiten aus dem Projekt „Kunst bedeutet Demokratie“

Auf dem Bild - Stolz präsentieren die kleinen Künstler des Kindergartens und Hortes „Am Leinauer Hang“ ihre Werke – und freuen sich auf viele Besucher bei der Ausstellung ab 4. Juli. Foto: Marketingagentur Tenambergen
Auf dem Bild - Stolz präsentieren die kleinen Künstler des Kindergartens und Hortes „Am Leinauer Hang“ ihre Werke – und freuen sich auf viele Besucher bei der Ausstellung ab 4. Juli. Foto: Marketingagentur Tenambergen

Ab dem 4. Juli wird es bunt im Kaufbeurer Jugendamt. Denn dann beginnt eine Ausstellung des Kindergartens und Hortes „Am Leinauer Hang“ mit Arbeiten der dortigen kleinen Schützlinge. Im Rahmen des Projektes „Kunst bedeutet Demokratie“ haben sie seit Anfang 2015 fleißig gemalt, gebastelt und geklebt und nebenbei noch eine Menge über Gestaltung und die richtigen Arbeitstechniken gelernt. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ unter dem Dach der städtischen Abteilung Kaufbeuren-aktiv.

„Kreativität und Verständnis für Kunst – das sind Eigenschaften, die am besten im Kindesalter gefördert werden“, sagt Katharina Latysch, die im Kindergarten Am Leinauer Hang für das Projekt verantwortlich zeichnet. Mit der Durchführung betraut wurde die Künstlerin Helen Ribka, die ansonsten unter anderem seit rund 20 Jahren an der Irseer „Schule der Phantasie“ tätig ist. Jeden Donnerstag gibt sie den Kindern Kunstunterricht, der zusätzlich zu den sonstigen Angeboten des Kindergartens und Hortes bereit steht. „Malen und basteln – das können die Kinder natürlich auch während des normalen Tagesablaufes. Wenn aber eigens eine echte ,Künstlerin' kommt, sind sie viel konzentrierter auf das jeweilige Thema. Dazu gehören auch Gemeinschaftsprojekte wie zwei Pferde aus Draht und Pappmachée, eigens für die Ausstellung. Das gemeinsame Ziel sorgt hier für eine Menge Motivation“, erklärt Katharina Latysch den großen Erfolg von „Kunst bedeutet Demokratie“.

Und auch das ursprüngliche Ziel des Projektes ist mit Erfolg gesegnet: Weil am Leinauer Hang rund 60 Prozent der Kinder aus Migrantenfamilien stammen und manche Kinder noch nicht so gut deutsch sprechen, wollten Einrichtungsleiterin Sabine Seibt, Katharina Latysch und Helen Ribka ihnen eine Möglichkeit geben, sich abseits der Sprache auszudrücken. „Kunst ist universell, verbindet Menschen über nationale und sprachliche Barrieren hinweg“, so formuliert es Ribka: „Ob es darum geht, Materialien auszutauschen oder welche Farbe ein Werkstück bekommen soll – die Kinder lernen, mit anderen Meinungen umzugehen, sich selbst verständlich zu machen und Entscheidungen gemeinsam zu treffen.“

Entstanden sind während dieser gemeinsamen, intensiven Zeit unter anderem bunte Stabfiguren, Osternester, Bilder mit Wasserfarben, Pappmachée-Figuren und vieles mehr. Die Ergebnisse lohnen einen Besuch und sind ab 4. Juli im dritten Stockwerk des Rathauses (Neubau) in der Abteilung Jugend und Familie zu bewundern. Die Ausstellung läuft bis 19. Juli. „Wir und vor allem die Kinder freuen uns auf zahlreiche Besucher“, so Einrichtungsleiterin Seibt. Die offizielle Förderung durch das Bundesprogramm läuft nun Ende Juni aus, allerdings möchte sie „aufgrund des großen Anklangs bei den Kindern weiterhin versuchen ähnliche Angebote zu machen“.

Zeitraum der Ausstellung: 4. – 15. Juli 2016

Ort: Jugendamt, 3. Stock im Rathaus Kaufbeuren (Neubau)

Öffnungszeiten:

Mo 08.00 - 16.00 Uhr
Di 08.00 - 12.00 Uhr
Mi 08.00 - 12.00 Uhr
Do 08.00 - 12.00 Uhr sowie 14.00 - 16.00 Uhr
Fr 08.00 - 12.00 Uhr

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist am 1. Januar 2015 in Kaufbeuren angelaufen. Die Hauptzielgruppe sind Jugendliche sowie Kinder und junge Erwachsene. Es führt die erfolgreiche Arbeit der Bundesprogramme TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN, „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" sowie „kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus" fort und wird in Kaufbeuren unter dem Dach des Koordinierungszentrums Kaufbeuren-aktiv verwaltet.

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