„150 Jahre Erfolgsgeschichte – eine Bank im Wandel der Zeit“

VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu: 161 Vertreter folgen Einladung ihrer Bank zu Vertreterversammlung

Die diesjährige Vertreterversammlung der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG fand am 22. Mai im Stadtsaal in Kaufbeuren statt. 161 Vertreter waren der Einladung gefolgt und ließen sich über aktuelle Themen sowie die Geschäftszahlen des Jahres 2016 informieren. Auf der Tagesordnung standen das 150-jährige Jubiläum der Bank, der neue VR Tag, die Entwicklung der VR Bank in den letzten Jahren sowie die anstehende Vertreterwahl. Auch die Nullzinspolitik der EZB sowie die zunehmenden Regularien, die die Banken stark belasten, wurden thematisiert. Während der 2-stündigen Veranstaltung entlasteten die Mitgliedervertreter Vorstand und Aufsichtsrat und stimmten der Dividendenzahlung zu, die für 2016 bei 3,5 Prozent und damit noch immer deutlich über dem aktuellen Zinsniveau liegt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Ludwig Bihler eröffnete die Veranstaltung und führte als Versammlungsleiter durch den Abend. Nach einem Grußwort von Oberbürgermeister Stefan Bosse, ergriff Vorstandssprecher Dr. Hermann Starnecker das Wort: „Die Zeit steht niemals still.“, das wusste schon Hermann Schulze-Delitzsch, einer der Gründungsväter der VR Banken. Ich bezweifele allerdings, dass ihm damals bewusst war, wie schnell sich die Welt einmal verändern wird.“, leitete Starnecker seinen Part „Die VR Bank im Wandel der Zeit“ ein. Heute könne man seine Bankgeschäfte auf der Couch oder vom Berggipfel aus erledigen – die Digitalisierung und mobile Geräte wie Tablet und Smartphone machten es möglich. „Unsere VR Bank wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Keine Angst, ich werde Sie nicht mit Zahlen und Daten langweilen. Aber einen kleinen Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre möchte ich dennoch wagen.“ Denn diese Zeitspanne sei geprägt gewesen von einschneidenden Veränderungen für die Banken und auch die VR Bank im Besonderen: Begonnen mit der Finanzkrise 2008/2009, daraus resultierend die Null-Zins-Politik der EZB, die Herausforderungen durch Technisierung und Digitalisierung sowie zwei große Fusionen. „Wir haben Ihnen, liebe Vertreter, damals versprochen, die VR Bank wirtschaftlich zu halten und als starke Bank in die Zukunft zu führen. Und ich kann Ihnen heute voller Stolz sagen, das ist uns – trotz wirklich schwieriger Rahmenbedingungen in den letzten Jahren – gelungen.“

So habe man in den Fusionen versprochen, die Organe der Bank zu verkleinern – das habe man erreicht: Statt 24 Aufsichtsräten bei den 3 ursprünglichen Banken seien es jetzt noch 14, statt 7 Vorständen nur 4. Auch bei den Mitarbeitern sank die Zahl durch natürliche Fluktuation von 466 auf 368. Das man nicht um jeden Preis reduziere, zeige die Nachbesetzung im Aufsichtsrat für Marktoberdorf. Großen Wert habe man auch auf die Stärkung der Eigenmittel gelegt: So habe man seit 2007 die bilanziellen Eigenmittel von 46,3 auf 123 Mio. Euro gesteigert. Auch beim betreuten Kundenvolumen und bei der Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche gäbe es enorme Steigerungen. Und das bei bester Qualität, wie 3 unabhängige Test 2016 gezeigt hätten. „Wir gehören zu den Topbanken in Deutschland.“, betonte der Vorstandssprecher. Solche Ergebnisse könne man nur erreichen, wenn man sich klar auf seine Ziele fokussiere. „Wir wollen die beste Bank sein.“, dafür müsse man sich manchmal auch von Althergebrachtem trennen, wenn es sich als nicht mehr zeitgemäß erweise, so Starnecker. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankte er in diesem Zusammenhang für Ihre Bereitschaft, die Veränderungen mitzutragen. „Nur wer mit der Zeit geht, kann erfolgreich sein – denn „die Zeit steht niemals still“ schloss der Vorstandssprecher den Kreis.

Zum Abschluss wies er noch einmal auf den 1. VR Tag der VR Bank am 23. September im Festspielhaus in Füssen hin: Der Tag biete ein breites Unterhaltungsangebot für die ganze Familie. Von einer kulinarischen Meile mit Biergarten und Live-Musik über eine Dialogzone, in der die Besucher ihm und seinen Kollegen Fragen stellen könnten bis hin zu Ständen zum Thema E-Mobilität. Für Kunden der Bank werde am Nachmittag kostenlos das Jubiläumsmusical aufgeführt. „Highlight des Tages ist dann am Abend die Kochshow mit dem bekannten Sternekoch Nelson Müller – exklusiv für unsere Kunden. Lassen Sie sich das nicht entgehen.“, empfahl Starnecker, „es lohnt sich!“.

Mit diesen Worten schloss Starnecker seine Rede und übergab das Wort an seinen Vorstandskollegen Xaver Schelle, der im “Geschäftsbericht des Vorstands” im Detail auf die Zahlen einging. So beliefe sich die Bilanzsumme für 2016 auf rund 1,59 Milliarden Euro, der Bilanzgewinn fiele allerdings mit 1.795 TEUR deutlich geringer aus als noch 2015. „Gründe hierfür sind einerseits die anhaltende Nullzinspolitik, die die Zinsspanne der Banken zwischenzeitlich erheblich belastet. Hinzu kommt, dass die weiter steigenden regulatorischen Anforderungen immer mehr Personal- und Sachkosten verursachen.“, so Schelle. Die Beschlüsse und Politik der EZB werden auch in den kommenden Jahren weiterhin stark sinkende Erträge verursachen, sagte er mit Blick auf die Zukunft.

So sei auch das Zinsergebnis der VR Bank im Geschäftsjahr 2016 von der Geldpolitik der EZB geprägt. Es falle mit 32.115 TEUR deutlich geringer aus, als noch 2015 (35.555 TEUR).
Besonderen Wert lege man bei der VR Bank weiterhin auf die Stärkung der Eigenmittel: Durch Gewinnthesaurierung habe man die bilanziellen Eigenmittel in 2016 weiter stärken können – auf 123.016 Mio (+7,8 %). Die VR Bank verfüge damit über eine angemessene Eigenkapitalausstattung, die den Anforderungen entspreche und darüber hinaus ein stetiges Geschäftswachstum in den nächsten Jahren erlaube. Und es gäbe auch viel Positives zu berichten: So habe die VR Bank ihre gute Marktstellung sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft weiter ausbauen können. In 3 verschiedenen Test sei der Bank außerdem erneut eine exzellente Beratungsleistung bescheinigt worden.

Auch das Kreditgeschäft habe sich sehr erfreulich entwickelt und die Planungen übertroffen: So hätten sich die Kundenforderungen gegenüber 2015 auf 1.030.986 TEUR erhöht (+ 54.150 TEUR bzw. 5,5 %). Ebenfalls
besser verlaufen als erwartet sei auch das Einlagengeschäft: Die Kunden hätten der VR Bank 77.252 TEUR mehr Vermögen anvertraut als noch im Vorjahr (+6,7 Prozent). Die Summe der Kundengelder sei damit auf 1.232.713 TEUR gestiegen. Wegen der anhaltenden Null-Zins-Phase bevorzugten die Kunden weiterhin kurzfristige Anlagen, wie etwa Tagesgeld. Sicht- und Tagesgeldanlagen hätten um 91.256 TEUR bzw. 11,4 Prozent auf insgesamt 892.721 TEUR zugelegt. Geringfügig gestiegen seien auch die Spareinlagen: um 2.462 TEUR bzw. 0,8 Prozent auf 327.144 TEUR. Deutlich reduziert hätten sich hingegen erneut die befristeten Einlagen. Diese seien um 16.466 TEUR bzw. 56,2 Prozent auf ein Restvolumen von 12.848 TEUR Euro gesunken – auch das eine Folge der aktuellen Zinspolitik.

Wieder zugelegt hätten hingegen die Wohnbaudarlehen: auf 621.834 TEUR (+ 9,7 % bzw. 54.836 TEUR). „Nach wie vor weichen viele Anleger in Immobilien aus.“, erläutert Schelle den Trend. Erwähnenswert fand er auch die Spendensumme: „165.000 Euro haben wir im letzten Jahr an Vereine, Gruppierungen, Schulen und Kommunen gespendet. Viele unserer Mitarbeiter sind außerdem in ihrer Freizeit aktiv und bringen sich ehrenamtlich in sozialen Institutionen und Vereinen ein.“, so Schelle. Seinen Bericht beendete er dann auch mit einem Dankeschön an die Mitarbeiter: “Sie setzen sich jeden Tag mit vollem Engagement für die Belange unserer Mitglieder und Kunden ein und sorgen damit dafür, dass wir als Unternehmen in unserer Region erfolgreich sind. Dafür recht herzlichen Dank!” Anschließend wurden Vorstand und Aufsichtsrat entlastet und der Jahresabschluss 2016 festgestellt – jeweils einstimmig. Auch die Ergebnisverwendung fand die Zustimmung der Mehrheit.

Einstimmig angenommen wurde der Vorschlag, die Steuerfachwirtin Daniela Wendt aus Marktoberdorf neu in den Aufsichtsrat zu wählen, aufgenommen. Im Rahmen der Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Elisabeth Gayer (Weicht), Josef Batzer (Lamerdingen) , Florian Markthaler (Kaufbeuren) und Herbert Pelzl (Kaufbeuren) ebenfalls einstimmig erneut in den Aufsichtstrat gewählt. Im Anschluss an die Wahl verabschiedete Starnecker
Matthias Wendt, der aus Altersgründen nicht mehr in den Aufsichtsrat gewählt werden konnte und überreichte ihm die Ehrenurkunde des Genossenschaftsverbands Bayern.

Im letzten Teil der Versammlung standen noch Informationen zur Vertreterwahl auf dem Programm, die von Ende Mai bis Ende Juni stattfinden wird. Den Abschluss bildete der Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ mit Raum für Wünsche, Fragen und Anmerkungen der Vertreter.

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