125 Jahre Jordanpark: Jubiläumsfest am Tag des offenen Denkmals am 13.09.2015

Stadt stellt geplante Sanierungsmaßnahmen vor – Heimatverein veröffentlicht Sonderheft zum Park

125 Jahre nach Fertigstellung des ersten Abschnitts des Jordanparks in Kaufbeuren rückt der Landschaftspark wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Zum Jubiläum findet am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, den 13. September 2015, von 13 Uhr bis ca. 16:30 Uhr ein Fest im Park statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Nach der Begrüßung durch Herrn Oberbürgermeister Stefan Bosse um 13 Uhr bieten die Landschaftsarchitekten vom Büro Hofmann und Dietz Führungen durch die Parkanlage an (um 13:30 Uhr, 14:30 Uhr und um 15:30 Uhr). Eine Ausstellung zeigt die Entstehungsgeschichte des Parks sowie die geplanten Sanierungsmaßnahmen. Die Kulturwerkstatt erzählt und spielt Märchen. Für musikalische Unterhaltung sorgen Tiny Schmauch und Band, der Gospelchor Sankt Martin sowie die Stadtkapelle Kaufbeuren. Der Biergarten im Park ist geöffnet, Kuchen und Saft werden für einen guten Zweck verkauft. Bei gutem Wetter hoffen die Stadt und die Partnervereine auf viel Musik in der Luft und eine „zauberhafte“ Atmosphäre.

 

„Ein Bürgerpark im besten Sinne“

„Mit dem Fest wollen wir an die Grundidee des Jordanparks erinnern. Er wurde auf Initiative der Kaufbeurer Bürger angelegt und ist ein Bürgerpark im besten Sinne“, erläutert Oberbürgermeister Stefan Bosse. „Daher freuen wir uns, dass sich so viele Bürger beim Jubiläumsfest und den Überlegungen zur Sanierung einbringen, allen voran die Bürgerstiftung, der Gartenbauverein und der Heimatverein. Ich lade alle Kaufbeurerinnen und Kaufbeurer ein, zum Jubiläumsfest zu kommen und sich die Qualität und das Potenzial dieses Landschaftsparks bewusst zu machen.“

 

Landschaftspark nach englischem Vorbild

Über die Jahre hat der Jordanpark deutliche Gebrauchsspuren davongetragen. Daher hat das Büro Hofmann & Dietz aus Irsee im Auftrag der Stadt Kaufbeuren ein Parkpflegewerk erarbeitet, das den heutigen Zustand des Parks erfasst und aufzeigt, welche Sanierungen nötig und wünschenswert sind. „Unsere Leitidee ist, dass wir den Park in möglichst vielen Punkten wieder so herstellen wollen, wie er ursprünglich geplant war: als Landschaftspark nach englischem Vorbild“, erläutert Helge Carl, Baureferent der Stadt Kaufbeuren. Dazu gehören etwa Blickachsen, die inzwischen zugewachsen sind, die Wiederherstellung des ursprünglichen Wegenetzes und der Fokus auf hervorgehobene Plätze wie den Monopteros, der derzeit bereits saniert wird.

„Das Bürgerfest wollen wir auch als Gelegenheit nutzen, den Bürgern die geplanten Sanierungsmaßnahmen vorzustellen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, fährt Carl fort.

 

Sonderheft des Heimatvereins

Der Heimatverein Kaufbeuren hat das Jubiläum zum Anlass genommen, in seiner Reihe Geschichtsblätter ein Sonderheft zum Jordanpark zu verfassen. Der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins, Dr. Ulrich Klinkert, hat die verschiedenen Beiträge zusammengestellt und verfasst. Zur Motivation für das Sonderheft sagt er: „Ziel unserer Bemühungen ist es, das Bewusstsein der Öffentlichkeit wieder stärker auf den Jordanpark zu richten, der wie alle Dinge des täglichen Gebrauchs zwar da ist und genutzt wird, über den man sich aber kaum Gedanken macht. Geburtstage sind deshalb sehr gut geeignete Ansatzpunkte für Reflexion.“

Der erste Teil des Heftes möchte den Park in einen größeren Zusammenhang stellen, denn er ist Teil von etwas, das man heute "öffentliches Grün" nennt. Der zweite Block beschäftigt sich mit der Entstehung des Jordanparks und den Phasen seiner Veränderung bis hin zur Erstellung des Parkpflegewerks. Das Sonderheft enthält auch ein kleines Lexikon der Fachbegriffe, das Klinkert besonders am Herzen liegt. „Dort werden Begriffe, wie "Sichtachse", "Baumgruppe", "Alpinum", "Staffagebauten" vorgestellt, die so etwas wie die Bausteine eines Landschaftsparks sind“, erläutert Klinkert. „Man könnte diesen Teil auch mit "Schule des Sehens" überschreiben, denn man begreift sehr schnell, dass ein Park die Qualität eines Kunstwerks hat und viel mehr ist als eine Wiese mit beliebig darauf verstreuten Bäumen und Sträuchern.“ Interviews mit Menschen unterschiedlicher Jahrgänge bieten Anknüpfungspunkte für die eigene Erinnerung. Den Schluss bilden Überlegungen zur Funktion von Parks heute und der Frage, welche städtebaulichen Chancen und Perspektiven in der Parksanierung stecken. Das Sonderheft ist beim Heimatverein Kaufbeuren erhältlich (www.heimatverein-kaufbeuren.de).

 

Programm für das Jubiläumsfest hier als PDF

 

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