Quelle: Musikvereinigung Neugablonz e.V. / Günther Seydel

Große Bühne für die Musikvereinigung

Bayerischer Rundfunk dreht in Neugablonz

Bildquelle: Muskvereinigung Neugablonz e.V.
Bildquelle: Muskvereinigung Neugablonz e.V.

Am vergangenen Mittwochabend konnte die Musikvereinigung Neugablonz ein weiteres Highlight in ihrer 182-jährigen Vereinsgeschichte verbuchen: Der BR drehte für das Format „Unter unserem Himmel“ im Biergarten der Alten Heimat einen Betrag unter dem Motto „Damals und Heute“. Neben böhmisch-mährischer Blasmusik stand Musiker Felix Müller als Gesprächspartner von Moderatorin Sybille Krafft zusammen mit seiner Oma Ilse Bennigsen und seiner Mutter Christina Müller im Mittelpunkt.

Bereits vor Wochen meldete sich Frau Krafft bei Vorstand Günther Seydel und besprach mit ihm den Fernsehauftritt seiner Musikvereinigung. Das Kriegsende und die nachfolgende Vertreibung jähren sich nächstes Jahr zum 75. Male. Zu diesem Anlass produziert der BR gerade einen Beitrag welcher in großen bayerischen Vertriebenenorten der Frage nachgeht, wie war das damals und was ist heute daraus geworden. Die Wahl fiel auf Traunreut, Neutraubling und Neugablonz. Neben Zeitzeugen sollten besonders auch junge Nachkommen von Vertriebenen zur Sprache kommen. Mit dabei sollte natürlich die traditionelle böhmisch-mährische Blasmusik sein und junge Musiker sollten berichten, wie sie gerade zu dieser Musik ihre Liebe und Begeisterung fanden. Hier war Felix Müller, Flügelhornist der Musikvereinigung und der Stadtkapelle mit seiner Familie der gefragte Mann. Das Ganze sollte in einem Biergarten in Neugablonz mit Publikum abgedreht werden. Hier war die Alte Heimat schon wegen des Namens, aber auch wegen ihres wunderschönen Biergartens die erste Wahl und Wirt Stipe Renic war sofort voll dabei.

Am vergangenen Mittwoch war es dann soweit: Das Aufnahmeteam war da und die Musikvereinigung –trotz Ferienzeit in voller Besetzung- hatte mit der Polka „Gablonzer Perlen“ und dem Marsch „Neugablonz“ zwei passende Titel vorbereitet. Nachdem der Kameramann, der seit über 25 Jahren Musiksendungen dreht, sich als Polkafan entpuppte, war klar, dass die Gablonzer Perlen ins Fernsehen kommen. Um mit einer Kamera alle Blickwinkel zu erfassen wurde dieser Titel dann gleich dreimal gespielt. In der anschließenden Drehpause spielte die Musikvereinigung unter Leitung ihres Dirigenten Peter Vogt noch einige schwungvolle, böhmische Titel bevor der große Auftritt von Felix Müller und seiner Familie kam.

Oma Ilse Bennigsen als Zeitzeugin berichtete über die Vertreibung und Mutter Christina Müller erzählte wie die Familie erstmals wieder in die alte Heimat reiste. Insbesondere auf die Frage, wie sich denn heute die Beziehungen in die alte Heimat gestalten, konnte Felix aus dem Vollen schöpfen. Er konnte dabei nicht nur auf die zahlreichen Begegnungen mit seiner Familie zurückgreifen, sondern insbesondere auch auf die Erlebnisse im Kreise seiner Musikvereinigung und deren Schwesterkapelle „Mlada Dechovka“. Die Musikvereinigung Neugablonz feiert ja in diesem Jahr 30 Jahre Freundschaft mit den tschechischen Musikern. Sie war damit eine der Allerersten, die den Tschechen die Hände gereicht und Freundschaften geschlossen hat und damit den Weg der Versöhnung gegangen ist.

Der Bayerische Rundfunk wird im zweiten Halbjahr 2020 den 45-minütigen Bericht in seiner Serie „Unter unserem Himmel“ anlässlich des 75. Jahrestages der Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg senden. Eine Information zum genauen Sendetermin erfolgt rechtzeitig.

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