Quelle: ESV Kaufbeuren /

Philippe Bader

ESVK unterliegt in Weißwasser mit 4:1

Dezimierte Joker bringen sich mit schwachem Mittelabschnitt selbst um Punkte

Am späten Sonntagnachmittag stand für die Joker der 18. Spieltag in der DEL2 auf dem Programm. Dabei nahm die Mannschaft von Trainer Tray Tuomie die Reise zum weitesten Auswärtsspiel der Saison mit einigen Personalsorgen im Gepäck auf sich. Vor allem in der Defenisve sind die Joker derzeit arg gebeutelt. So fehlten verletzungs- oder krankheitsbedingt die Verteidiger Fabian Koziol, Alex Thiel, Philipp Bidoul, Tobias Baader und Jan Pavlu sowie im Sturm Markus Lillich. Im Tor stand Stefan Vajs. Maximilian Meier war Backup.

Die Joker zeigten in den ersten 20 Minuten eine sehr gute Partie. Die Angriffe der Lausitzer wurden meist schon im Ansatz im Keim erstickt, so dass Stefan Vajs nicht all zu viel auf seinen Kasten bekam. Der ESVK hatte seine beste Chance in den Anfangsminuten durch Joey Lewis, der mit seinen Abschluss vor Tobias Ancicka nach schnellen Pässen seiner Mitspieler scheiterte. Die Füchse gingen dann in der siebten Spielminute mit ihrer ersten richtigen Torchance aber schon mit 1:0 in Führung. Peter Quenneville bekam seitlich vor dem Tor stehend von hinter der Grundlinie einen gut getimten Pass von Clarke Breitkreuz und nutzte nach einer gekonnten Körpertäuschung seinen Freiraum und schloss mit einem platzierten Schuss in den linken Torwinkel ab. Stefan Vajs war dabei ohne jede Abwehrchance. Die Joker brauchten dann gut eine Minute um sich von dem Gegentreffer zu erholen und suchten ihr Glück dann wieder in der Offensive. Sami Blomqvist hatte dabei bei einer Doppelchance die Möglichkeit auf den schnellen Ausgleichstreffer. Er scheiterte jedoch am Lausitzer Schlussmann. Ein erstes Powerplay der Kaufbeurer brachte zwei sehr gute Abschlüsse von Sören Sturm, dessen Schüsse vor dem Tor gefährlich abgefälscht wurden und nur hauchdünn das Tor verfehlten. Kurz vor der Pause hatte Tyler Spurgeon nach einem schönen Pass von John Lammers noch eine weitere Top-Chance für den ESVK liegen gelassen. Eine Minute vor der Pause kamen die Wertachstädter noch ein Powerplay zugesprochen. Zu einen Treffer sollte es aber nicht mehr reichen, so ging mit einem Spielstand von 1:0 zum ersten Pausentee.

Die restlichen 60 Sekunden der Überzahl der Joker zu Beginn des Abschnittes brachte ebenfalls keinen Torerfolg. Eine weitere Strafe gegen die Füchse konnten der ESVK dann aber in der sechsten Spielminute zum Ausgleichstreffer verwerten. Sami Blomqvist spielte dabei Joey Lewis vor dem Tor frei und die Nummer elf der Joker traf eiskalt zum 1:1 ein. Der Ausgleichstreffer war zu diesem Zeitpunkt auch mehr als verdient. Was die Kaufbeurer dann aber vor allem im Abwehrverhalten alles falsch machten, ist kaum zu erklären, da die Fehler vor allem den eher arrivierten Verteidigern passierten. Immer wieder wurden Scheibengewinne in der eigenen Zone durch Unkonzentriertheiten und leichtsinnige Abspiele vertändelt. Daraus resultiere auch der erneute Führungstreffer der Füchse. Weißwassers Peter Quenneville hämmerte einen Direktschuss, der wohl noch etwas abgefälscht wurde, zum 2:1 in die Maschen. Gespielt waren da 28 Minuten. Ein Powerplay nur zwei Minuten später brachte den Lausitzern dann ihren dritten Treffer des Abends. Einen Pass aus der Bandenecke heraus von Peter Quenneville nutzte Clarke Breitkreuz vor dem Kaufbeurer Kasten wartend eiskalt aus und traf zum 3:1. Die Joker waren aufgrund der beiden schnellen und leichtfertig hergegeben Gegentore sichtlich „geschockt“ und hatten dann vor allem in der Defensive große Probleme. In der Offensive gab es immer wieder gute Tormöglichkeiten, nur fehlte es dem ESVK wohl am nötigen Torriecher. Die Lausitzer konterten dafür immer wieder brandgefährlich. Den sicheren vierten Treffer der Hausherren verhinderte Tobias Echtler bei einer drei auf eins Situation der Füchse, mit einer starken Abwehraktion im allerletzten Moment.

Stefan Vajs entschärfte danach noch zwei Alleingänge bravourös und hielt seine Mannschaft somit weiter im Spiel. Während die Kaufbeurer in der Offensive immer wieder zu ungenau im Torabschluss waren, schenkten die Joker in der eigenen Zone mit einem weiteren kapitalen Scheibenverlust den Füchsen ihren vierten Treffer. Peter Quenneville hatte frei vor Stefan Vajs nicht nur keine Mühe seinen dritten Treffer des Abends zu erzielen, sondern in der 38 Spielminute dazu auch alle Zeit der Welt. So ging es mit einem deutlichen 4:1 in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt sollte sich eine Partie ESV Kaufbeuren gegen Tobias Ancicka entwickeln. Der junge Keeper der Lausitzer verhinderte immer wieder einen möglichen Anschlusstreffer der Kaufbeurer, die im letzten Drittel eine starke Leistung zeigten. Die Füchse konzertierten sich dabei weiter auf ihr Konterspiel und hatten dabei natürlich die eine oder andere gute Möglichkeit. Aber allen in den letzten fünf Minuten hatten die Joker Chancen für mehrere Tore, scheiterten aber immer wieder am überragenden Tobias Ancicka im Kasten der Lausitzer. ESVK Trainer Tray Tuomie riskiert drei Minuten vor dem Ende alles und agierte mit dem sechsten Feldspieler und somit ohne eigenen Torhüter. Dabei machten die Kaufbeurer einen unfassbaren Druck, hatten Chance um Chance, schafften es aber einfach nicht, den Schlussmann der Lausitzer, trotz dickster Chancen noch einmal zu überwinden. So mussten sich die vor allem in der Defensive arg dezimierten Allgäuer mit 4:1 geschlagen geben. Dabei zeigte die Mannschaft der Joker im ersten und letzten Drittel eine gute bis sehr gute Leistung, und hätte bei einem besseren Mittelabschnitt durchaus Chancen auf Punkte in Weißwasser gehabt. Somit bleibt für die Trainer zu hoffen, dass sich bis zum Heimspiel am Freitag, der eine oder andere Verteidiger wieder „fit“ zurückmeldet.

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