ESVK Neuzugang Joona Karevaara im Sommerinterview

"Wir alle zusammen können etwas Spezielles und Unvergessliches daraus machen"

Joona Karevaara, Foto: Pekka Rautiainen/www.illcommunications.fi
Joona Karevaara, Foto: Pekka Rautiainen/www.illcommunications.fi

Name: Joona Karevaara
Geburtstag:
26.08.1987 (28 Jahre)
Geburtsort:
Hämeenlinna, FIN
Größe:
187 cm
Gewicht:
89 kg
Position:
Außenstürmer
Schießt:
Rechts
Trikotnummer:
87

esvk.de: Wie hast du das Eishockey für dich entdeckt?

Joona Karevaara: Als ich drei Jahre alt war, habe ich zu Weihnachten einen Eishockey Schläger für Linksschützen geschenkt bekommen. Meine Eltern haben mir erzählt, dass ich es danach nicht mehr sein lassen konnte. Als Rechtsschütze nahm ich den Schläger natürlich auf die rechte Seite und obwohl mein Vater mir zu erzählen versuchte, dass ich ihn falsch halte, wechselte ich immer wieder zurück auf rechts. Ich schätze das war der Moment, in dem sie realisierten, dass ich der erste Rechtsschütze in der Familie bin. Meine Eltern erzählten mir, dass ich ab dem Moment als ich laufen konnte, alle Arten von Sportspielen liebte Eishockey, Fußball, Tennis...ganz egal, so lange ich irgendeinen Ball hatte oder einen Schläger in der Hand.
Aber wie fing es mit dem Eishockeyspielen an? Ich hatte im Kindergarten einen Freund namens Eero, der auch gerne alles Mögliche spielte. Eines Tages erzählte er mir, dass er Fußball in einer Mannschaft aus der Region spielte. Da sagte ich zu meiner Mutter, dass ich da auch hin will – so fing es mit dem Fußball an. Im Winter darauf sagte derselbe Freund zu mir, er spiele jetzt Eishockey im Nachwuchsteam von HPK. Natürlich wollte ich da auch hin und so ging ich wieder zu meiner Mutter und sagte ihr ich will auch Eishockey bei HPK spielen. So begann alles.

esvk.de: Wie waren deine ersten Erfahrungen?

Joona Karevaara: In den ersten paar Jahren war ich einer der schlechtesten, wenn nicht der schlechteste Schlittschuhläufer, aber ich konnte gut mit der Scheibe umgehen, daran erinnere ich mich. Daher waren die ersten Jahre ein bisschen frustrierend, weil ich nicht unter den besten Spielern der Mannschaft war. Das mochte ich natürlich nicht. Ich konnte auch schlecht verlieren und war frustriert, wenn ich es tat. Aber ich wurde jedes Jahr ein wenig besser beim Schlittschuhlaufen und ich fing an mehr Tore zu schießen und Vorlagen zu geben.
Bis ich 16 Jahre alt war spielte ich Eishockey und Fußball. Aber da musste ich mich entscheiden, weil ich nicht die Zeit für beides hatte. So kam es, dass ich mich für das Eishockey entschied. Ich hatte das Gefühl im Fußball zu dieser Zeit ein bisschen besser zu sein, aber alle meine Freunde entschieden sich für Eishockey, das hat ein Stück weit dazu beigetragen, dass ich mich auch für Eishockey entschieden habe.

esvk.de: Du hast in den finnischen Spielklassen Liiga und Mestis gespielt. Wie würdest du die beiden beschreiben?

Joona Karevaara: Offensichtlich gehört die finnische Liiga zu den anspruchsvollsten und umkämpftesten Ligen der Welt. Die Taktik spielt dort eine große Rolle und jedes Team versucht das andere auszutricksen. Man sagt der Spielstil käme der NHL am nächsten. Die Teams sind sehr gut organisiert und verteidigen so gut, dass du nicht viel Zeit mit der Scheibe hast. Sie ist eine sehr umkämpfte Liga und das Tempo ist dort sehr hoch.
Die Mestis hat eine ähnliche Charakteristik wie die Liiga, aber mit viel geringeren Möglichkeiten. Für junge Spieler, die sich entwickeln und auf sich aufmerksam machen wollen, um einen Platz in der Liiga zu ergattern, ist es eine gute Liga. In der ersten finnischen Liiga passiert alles ein wenig schneller und härter, dennoch ist die Mestis immer noch eine gute Liga, meiner Meinung nach.

esvk.de: Bei der Meisterschaft in der Mestis mit KooKoo warst du einer der Schlüsselspieler. Wie war das für dich die Meisterschaft zu gewinnen?

Joona Karevaara: Vor der Saison hatte ich ein TryOut bei Lukko (in der ersten finnischen Liiga), aber dort gab es letztlich keinen Platz für mich und sie ließen mich gehen. Und dann rief KooKoo an. Sie waren schon im Vorjahr interessiert an mir, also entschied ich mich dazu mich Ihnen anzuschließen. KooKoo war noch immer auf der Jagd nach der ersten Meisterschaft in der Mestis. Sie hatten immer eine gute Mannschaft, konnten aber aus den verschiedensten Gründen nicht gewinnen. Die Mannschaft hatte dann in der regulären Runde ein Auf und Ab und ich persönlich hatte auch das Gefühl ich hätte bessere Zahlen im Scoring liefern können. Aber sobald die Playoffs anfingen, hatte unsere Reihe eine gute Chemie gefunden und die ganze Mannschaft wuchs zusammen. Nach einer sehr harten Semifinal Serie wussten wir irgendwie, dass das unsere Saison sein würde. Das Erste Spiel der Finalserie fand in unserem Stadion statt und wir schossen fünf Tore im ersten Drittel. Aus mentaler Sicht war die Finalserie nach diesem ersten Drittel entschieden denke ich. Das entscheidende Spiel gewannen wir Zuhause und ich schoss zwei Tore in dieser Begegnung, daher werde ich diesen Abend nie vergessen. Es war richtig toll das zu gewinnen!
Für KooKoo war es die erste Meisterschaft in der Mestis, das machte es noch ein wenig spezieller. KooKoo stellte an diesem Tag auch den Zuschauerrekord in der Mestis auf und wir hatten auch einen Rekord mit der Anzahl der Leute, die unsere Meisterschaftsfeier auf dem Marktplatz von Kouvola besuchten. Daher war es schon etwas Spezielles ein Teil von all dem zu sein.

esvk.de: Was waren deine schönsten Erlebnisse im Eishockey bislang?

Joona Karevaara: Ich glaube mein erstes Spiel für HPK, mein erstes Tor in der Liiga waren großartige Ereignisse, aber die Meisterschaft in der Mestis mit KooKoo ist natürlich mein bestes Erlebnis bisher. Ich hoffe da kommt noch einiges...

esvk.de: Mit welchen Mitspielern hast du bisher am liebsten zusammen gespielt?

Joona Karevaara: Ich habe schon mit einigen sehr guten Spielern zusammen gespielt und eine Menge großartiger Jungs getroffen, aber an zwei musste ich sofort denken: Antti Kerälä und Juuso Rajala. Sie beide sind großartige Mittelstürmer, die einen hervorragenden Pass spielen können, daher habe ich es wirklich sehr genossen mit ihnen zu spielen. Mit Antti habe ich zusammengespielt seit ich mit dem Eishockey angefangen habe. Wir passten einfach sehr gut zusammen und hatten einige tolle Jahre im Nachwuchs von HPK. Er spielt sehr schlau und ist gut an der Scheibe. Ich wünschte, wir hätten im Profibereich mehr zusammenspielen können. Juuso war mein Center in der Mestis, sowohl bei Jokipojat und bei KooKoo. Er ist ein sehr talentierter, offensiver Center und wir richteten einigen Schaden in der Mestis an.

esvk.de: Ein neuer Schritt – nächste Saison spielst du für Kaufbeuren. Wer hat den Kontakt hergestellt und was sind deine Ziele für die kommende Saison (persönlich und mit der Mannschaft)?

Joona Karevaara: Ich wollte schon immer im Ausland spielen und zusammen mit meiner Familie haben wir entschieden, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist. Ich hätte diesen Schritt schon eher gehen können, aber ich wollte den Durchbruch in der Liiga schaffen. Leider hatte ich dort niemals wirklich die Chance meinen Wert in einer offensiveren Rolle zu zeigen, also entschied ich mich, es woanders zu probieren. Die Mestis war keine Option mehr.
Ich sprach daher mit meinem Agenten und er schlug mir Deutschland vor. Kaufbeuren waren die ersten, die Interesse an mir zeigten. Daher fing ich an einige Anrufe zu tätigen und mich über die Liga und die Stadt zu informieren. Alle Rückmeldungen waren sehr positiv. Über die Liga informierte ich mich bei Mikko Rämo, Teemu Rinkinen und mit Matti Näätänen sprach ich über die Stadt Kaufbeuren. Sie alle sind ehemalige Teamkollegen von mir. Wer mich aber wirklich überzeugt hat, war Trainer Anton Krinner. Er rief mich einige Male an und ich hatte wirklich das Gefühl, dass er mich hier haben will. Das war der größte und entscheidende Faktor für mich, Kaufbeuren zu wählen. Es ging dann alles sehr schnell und ich bin froh Teil des Teams in der nächsten Saison zu sein.
Mein Ziel ist es der Mannschaft in der nächsten Saison zu helfen die Playoffs zu erreichen. Ich weiß, dass die Mannschaft ein paar schwierige Jahre hatte und glaube die Fans in Kaufbeuren verdienen wieder ein wenig Playoff Eishockey. Besonders jetzt, da es die letzte Saison in der alten Arena ist. Danach kann alles Mögliche passieren. Persönlich will ich mein Bestes für die Mannschaft geben und ich hoffe, dass ich viele Tore im Verlauf schießen werde. Ich möchte auch meine Erfahrung aus Finnland für das Team und die Trainer miteinbringen.

esvk.de: Kennst du schon jemanden von deinen neuen Mitspielern? Was hast du schon über Kaufbeuren gehört?

Joona Karevaara: Ich kenne noch keinen Spieler meiner neuen Mannschaft, aber ich habe mit Jere Laaksonen am Telefon gesprochen, nachdem er beim ESVK unterschrieben hat. In der Mestis habe ich gegen ihn gespielt. Ich habe alle Nachrichten und Neuigkeiten über die Mannschaft verfolgt und es sieht so aus, als ob wir ein gutes Team für die nächste Saison haben. Natürlich kenne ich die Mitspieler noch nicht, aber ich freue mich schon darauf sie alle zu treffen.
Ich habe, wie schon erwähnt, mit Matti Näätänen über die Stadt gesprochen und er sagte mir, dass es eine wirklich nette Kleinstadt ist. Natürlich habe ich mich im Internet informiert und Kaufbeuren ist in etwas genauso groß wie meine Heimatstadt Hämeenlinna. Ich war schon einmal in Süddeutschland und zwar in Bad Tölz mit der Juniorennationalmannschaft und ich erinnere mich, dass mit den nahen Bergen ein sehr schönes Gebiet war.

esvk.de: Die Fans in Kaufbeuren sind sehr laut und leidenschaftlich. Sie freuen sich sehr dich in ihrer Mannschaft zu haben. Ein paar Worte an sie?

Joona Karevaara: Ich habe so viele gute Dinge über die Fans in Kaufbeuren und in Deutschland im Allgemeinen gehört, ich freue mich sehr sie zu treffen.
Meine Nachricht an unsere Fans: In meinem Namen kann ich nur sagen, dass ich mein Bestes tun werde, dem Team zu helfen, einen Play Off Platz zu erreichen und ich hoffe dafür viele Tore zu schießen während der Saison. Es ist die letzte Saison im alten Stadion und wir alle zusammen können etwas Spezielles und Unvergessliches daraus machen. Ich freue mich schon euch alle zu sehen.

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