Die Strafverfolgung von NS-„Euthanasie“-Verbrechen in beiden deutschen Staaten

Vortrag von Dr. Petra Schweizer-Martinschek im Stadtmuseum Kaufbeuren

Dr. Valentin Faltlhauser, der Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee von 1929-1945. Unter seiner Leitung wurden in der Kaufbeurer Anstalt 700 Patienten in die Tötungsanstalten Grafenkeck und Hartheim deportiert sowie 2200 Kinder, Frauen und Männer im Rahmen des „Euthanasie“ Programms getötet. (Foto: Historisches Archiv des Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren)

Am Donnerstag, den 3.Dezember 2015, findet um 19.00 Uhr ein Vortrag zum Thema der juristischen Aufarbeitung der NS-„Euthanasie“ in der Nachkriegszeit statt. Der Vortrag begleitet die derzeit laufende Ausstellung In Memoriam. „Euthanasie“ im Nationalsozialismus und wird vom Freundeskreis des Stadtmuseums e.V. gefördert.

Frau Dr. Petra Schweizer-Martinschek (Historisches Archiv des Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren) referiert in Ihrem Vortrag die Strafverfolgung sowie die Aufarbeitung von NS-„Euthanasie“-Verbrechen während der Besatzungszeit sowie in beiden deutschen Staaten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die NS-„Euthanasie“-Verbrechen juristisch aufgearbeitet wurden, wobei auch die gesellschaftspolitischen Voraussetzungen und Hintergründe der Strafverfolgung einen zentralen Aspekt dieser Fragestellung darstellen.

Nach dem Magister-Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Alten Geschichte und Politikwissenschaft an der Universitäten Augsburg und Rom promovierte die Historikerin zum Thema der Strafverfolgung von NS-"Euthanasie"-Verbrechen in den beiden deutschen Staaten. Während ihrer Forschungstätigkeit war sie Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen des zeitgeschichtlichen Promotionskollegs „Die Zeit der Deutschen Teilung: Diktaturerfahrung, Innerdeutsche Beziehungen, Europäische Dimensionen" (2005-2009) und der Universität Augsburg (2009-2010). Seit 2011 ist sie Mitarbeiterin bei der Heimatpflege des Bezirks Schwaben, wo sie für die Betreuung des Historischen Archivs des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren zuständig ist.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Um Voranmeldung wird unter 08341-966 83 90 bzw. stadtmuseum@kaufbeuren gebeten.

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