Der Umweltbeauftragte der Stadt zieht Bilanz

Kaufbeurens Umweltbeauftragter Gerhard Limmer hat kürzlich dem Stadtrat seinen Jahresbericht vorgestellt.

Kaufbeurens Umweltbeauftragter Gerhard Limmer hat kürzlich dem Stadtrat seinen Jahresbericht vorgestellt. Bildquelle: Gerhard Limmer
Kaufbeurens Umweltbeauftragter Gerhard Limmer hat kürzlich dem Stadtrat seinen Jahresbericht vorgestellt. Bildquelle: Gerhard Limmer

Er betonte dabei, dass sich Kaufbeuren - wie auch andere Kommunen - um die Weiterentwicklung einer lebens- und liebenswerten Stadt kümmere. Gleichzeitig gebe man auch Acht auf ansässige Firmen und bemüht sich um mögliche Neuansiedlungen.

Limmer berichtete von den zahlreichen Aufgaben des Wasserwerks. So kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wasserwerks um ein inzwischen ca. 230 km langes Wasserleitungsnetz, dazu kommen weitere ca. 100 km Grundstücksanschlussleitungen. Im Jahr 2018 wurden Versorgungsleitungen mit einer Länge von 1,9 km (2017: 2,4 km) und Grundstückanschluss-leitungen mit einer Länge von ca. 1,7 km (2017: 1,5 km) verlegt. Für die Herstellung, Erneuerung und Sanierung der Wasserverteilungsanlagen wurden in den Jahren  2017 und 2018 wieder Mio.-Beträge eingesetzt.

Die Stadt Kaufbeuren verfüge zudem über ca. 750 ha kommunale Waldflächen. Kein anderer Wirtschaftssektor gehe so schonend, wirklich nachhaltig - um den ureigen forstlichen Begriff an dieser Stelle zu benutzen - und klimafreundlich mit der Natur um wie der Forstsektor. Kein anderer Wirtschaftssektor stelle bei geringem Energieaufwand einen derart wunderbaren Rohstoff bereit, wie es das Holz ist. Im ländlichen Raum, dazu zählte Limmer auch unsere Region, spielen Wald und Holz eine entscheidende Rolle für den Menschen.

Limmer berichtete von zahlreichen Maßnahmen der Stadt mit positiven Auswirkungen auf Umwelt und Klima, etwa die Umsetzung des Bauabschnitts II am Märzenbach, die Generalsanierung/Erweitung des Jakob-Brucker-Gymnasiums, Instandhaltung- und Entwicklungskonzept für den Alten Friedhof, den Austausch der Klärgasmotoren der Kläranlage oder die Sanierung des Schwanenweihers - nur um einige Beispiele zu nennen.

Limmer erzählte auch aus seinem Arbeitsalltag: "Als Umweltbeauftragter sehe ich meine Aufgabe vor allem in der Beratung und fachlichen Begleitung unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie der verschiedenen Abteilungen unserer städtischen Verwaltung." So bekomme er regelmäßig Anfragen, "vor allem nach Stürmen oder Nassschneefällen zur Begutachtung bzw. Beurteilung von Einzelbäumen oder ganzer Baumbestände im Stadtgebiet, nicht nur auf öffentlichen, sondern auch auf privaten Grundstücken.

Bäume auf städtischem Grund, die sehr nahe an Häuser wachsen, geben häufig Anlass für eine Beurteilung. Die städtischen Bäume verwalte der Städtische Bauhof im Baumkataster." Dort seien nicht nur die Bäume genau erfasst, sondern hier werden die zweimaligen Kontrollen im Jahr registriert, Auffälligkeiten und notwendige Maßnahmen vermerkt. "Dieses Thema hat mich in den beiden letzten Jahren häufig gefordert", sagte Limmer mit Blick auf heftige Stürme sowie Hitze und Trockenheit. Das leider weiter um sich greifende Eschentriebsterben bringe zunehmende Konflikte mit sich. Tödliche Unfälle, verursacht durch Bäume, gelte es zu vermeiden.

Limmer verwies darauf, dass der Bauhof Baumfällungen inzwischen in den Medien bekannt mache. "Vielen Mitmenschen ist nicht bekannt, dass Bäume nur in der Zeit vom 1. Oktober bis 28. bzw. 29. Februar gefällt werden dürfen. Dies gilt jedoch nicht für Waldflächen. Auch bei gefährlichen Situationen, in denen die Verkehrssicherungspflicht vorgeht, gibt es Ausnahmeregelungen." Sowohl die zuständigen Mitarbeiter des städtischen Bauhofes als auch ich nehmen die Arbeit sehr ernst. "

"Die Kahlschlagaktion am Hang oberhalb des Hirschkellers war uns allerdings nicht bekanntgemacht worden und ich war selbst über das äußerst rigide Vorgehen entsetzt", sagte Limmer, der sich zudem über die Verschmutzung von Containerstandorten ärgerte und eine Kameraüberwachung anregte.

Auch zum Thema Verschmutzung durch Hundekot nahm er Stellung: "Wir könnten uns natürlich dazu durchringen und zumindest in einem ersten Schritt die Hundehalter, sie sind ja über die für die Hundesteuer erfasst, mit einem Schreiben um Unterstützung bitten und so die Situation verbessern. Ein zweiter Schritt würde die Erhöhung der Hundesteuer bedeuten." Limmer appellierte letztlich an die Vernunft der Hundehalter.

In die Zukunft gerichtet, sagte Limmer: "Ich wünsche mir Kaufbeuren weiter ohne die viele Verpackungsreste von Fast Food und Getränkeflaschen und -dosen, die einfach in die Umgebung geworfen werden, die Entsorgung von Wertstoffen in die Container oder zu den Wertstoffhöfen ohne Verunreinigung um diese Plätze und die Einhaltung der Einwurfzeiten sowie die ordnungsgemäße Entsorgung von Hundekot in den roten Tüten. Die Raucher und Raucherinnen bitte ich inständig ihre Kippen ordnungsgemäß zu entsorgen, vor allem beim Autofahren nicht aus dem Auto zu werfen." 

Limmer dankte dem Bund Naturschutzes, dem Alpenverein und dem Heimatverein für die langjährige Übernahme der Patenschaft und die Pflege der ihnen anvertrauen Biotope. Er dankte zudem der Pfarreien-Gemeinschaft Kaufbeuren und Stadtförster Richard Stark, der mit Freiwilligen den Wald um den Waldfriedhof von Unrat befreite. Dank entrichtete er auch an den Bauhof Kaufbeuren, das Entsorgungsamt, die Forst- wie Friedhofsverwaltung der Stadt, dem Wasserwerk und VWEW, die für die vielen Pflanzen zuständige Gärtnerei und den Referatsleitern Pferner und Carl sowie Bauhof-Chef Buchs und Umweltamts-Chef Schmal.

 

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