„Bildung in der Verantwortungsgemeinschaft“

Bildungsforum - Werkstattgespräche zeigen Handlungsfelder auf

Gastreferent Wolfgang Bremer erklärte am Beispiel München die Struktur und Arbeitsweise von Verantwortungsgemeinschaften. Foto: Marketingagentur Tenambergen

„Ich hoffe auf weitere Beteiligung und Einbindung in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept. Denn jetzt geht es erst richtig los!“ Mit diesen Worten beendete Alfred Riermeier als Referatsleiter für Jugend und Familie das sechste Kaufbeurer Bildungsforum. Eingeladen hatte das Bildungsbüro der Stadt Kaufbeuren mit dessen Leiter Lutz Tokumaru. Mit Vertretern der Schulen und aus der Verwaltung mit Oberbürgermeister Stefan Bosse an der Spitze sowie mehreren Stadträten waren die Repräsentanten der Kaufbeurer Bildungslandschaft erschienen. Nach Vorträgen von Verwaltungsdirektor Wolfgang Bremer aus München als Gastreferent und Baureferatsleiter Helge Carl fanden die sogenannten Werkstattgespräche zur Erarbeitung gemeinsamer Zukunftsstrategien für eine Verbesserung der Bildungsübergänge statt.

In seiner Einführung zu der Veranstaltung unter dem Titel „Voneinander Wissen – gemeinsam vorgehen“ verwies Tokumaru auf das in Kaufbeuren bereits sehr gut ausgebaute Übergangssystem von den Kindertageseinrichtungen in die Grundschule und die vorhandenen guten Netzwerke im Bildungssystem. „Doch der Wunsch seitens der Bevölkerung nach optimalen Voraussetzungen wird als Anforderung in vielfältiger Weise an das Bildungssystem herangetragen“, so der Leiter des Bildungsbüros. Die beliebig lange Liste reiche von längeren Öffnungszeiten in Kindertageseinrichtungen bis hin zur Übernahme von Erziehungsinhalten in den Schulen. Dies führe leicht dazu, dass in den Bildungseinrichtungen die Fokussierung des Bildungssystems auf die finanziellen Ressourcen beschränkt sei.

Doch ob dies ausreiche, wäre zweifelhaft. In der aktuellen Flüchtlingssituation sei sehr gut zu beobachten, wie sich Veränderungen auf die Gesamtgesellschaft und insbesondere auf seine einzelnen Teile auswirkten. Es müssten neue Formen der Zusammenarbeit und der Entscheidungsfindung bei allen Beteiligten gefunden werden. Oberbürgermeister Bosse hob in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Bildungsforums hervor, in der alle Beteiligten der „Bildungsfamilie“ zusammenkommen. „Bildung ohne Sozialpolitik geht nicht“, so der OB und betonte die Stärkung des Verantwortungsgefühls.

„Verantwortungsgemeinschaft“

In einem Impulsreferat zeigte der Gastreferent aus München die dort beschrittenen Wege in der Bildungslandschaft auf. Bei seinem Vortrag unter dem Titel „Bildungsverantwortung vor Ort im Kontext gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung“ machte er deutlich, wie die Landeshauptstadt mit einer Leitlinie „Bildung“ sowie einem „Datenbasierten Bildungsmonitoring“ ein internes und externes Bildungsmanagement im zuständigen Referat etabliert hat. Er bezeichnete „Bildung als Schlüssel zur Integration“ und stellte die Bildungsakteure in „Verantwortungsgemeinschaften“ dar. Baureferent Carl informierte in seinem Vortrag die vorgesehene Verankerung von „Bildung“ im laufenden Prozess des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK).

Werkstattgespräche

Die Werkstattgespräche hatten das Ziel, die Möglichkeiten der ressortübergreifenden Zusammenarbeit vor dem Hintergrund der Wechselbeziehung von Bildung, Soziales, Wirtschaft und Stadtentwicklung aufzuzeigen. Beim Sammeln von Ideen und Anregungen wurde deutlich, wo Schnittstellen verbessert oder in der Zusammenarbeit optimiert werden können. Dabei zeigte sich auch, dass in einer Verantwortungsgemeinschaft eventuell neben neuen Strukturen auch operative Ansätze für die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen notwendig sind. „Beim Thema Bildung geht es nicht um einzelne Zuständigkeiten, sondern um die gemeinsame Verantwortlichkeit für die Menschen und die Zukunft unserer Stadt“, so das Fazit von Lutz Tokumaru am Ende der Veranstaltung.

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