Begegnung mit Bruder Lothar Wagner

Vortrag über die Ebolakatastrophe, misshandelte Kinder, eine vergessene Jugend und über seinen Weg in dieser Zeit

Bild: Wagner

Am Mittwoch, 4. November 2015, 19.30 Uhr, im Haus St. Martin.

Dem Aufruf der Deutschen Botschaft im August 2014, wegen der Ebola-Epidemie das Land Sierra Leone zu verlassen, widersetzte er sich. Und nicht nur das: An vorderster Front kämpfte er gemeinsam mit seinen Mitbrüdern gegen das Virus und für betroffene „Ebolakinder“.

Seit Jahren gehören Not und Leid zum Leben und Glauben von Bruder Lothar Wagner SDB in einem der ärmsten Länder der Welt dazu. Dabei haben er und seine Mitstreiter Zugang zum Zentralgefängnis, um dort die „Knastkinder“ zu befreien. Auch nachts ist er auf den Straßen Freetowns unterwegs, um verlassene Kinder wieder nach Hause zu führen. Einer nicht ungefährlichen Aufgabe setzt er sich im Einsatz für ausgebeutete Mädchen und gegen die organisierte Kriminalität aus.

Sein Heimatkloster steht in Benediktbeuern. Der 42jährige Salesianer Don Boscos hat dort Sozialpädagogik und Theologie studiert. Eine wichtige Zeit für sein heutiges Tun, so sagt der Salesianerbruder selbst. Eine Studienfreundin von ihm ist Sr. M. Daniela Martin aus dem Crescentiakloster, die in der Pfarreiengemeinschaft Kaufbeuren arbeitet und die Arbeit von Bruder Lothar in Sierra Leone unterstützt.

„Ich freue mich sehr, dass uns Bruder Lothar in Kaufbeuren besucht. Für mich ist es ein Zeichen der Freundschaft und der gemeinsamen Sorge für Kinder und Jugendliche weltweit, wenn wir ihn bei uns haben.“ Unterschiedliche Gruppierungen der Pfarreien und Verbände aus Kaufbeuren und weit darüber hinaus haben in den letzten Jahren die Arbeit im Jugendzentrum Don Bosco Fambul in Sierra Leone durch Spenden gefördert. Allein im letzten Jahr konnten aus Kaufbeuren über 8.000 € für die Einrichtung überwiesen werden.

Der Vortrag und die Begegnung finden am Mittwoch, 4. November 2015, 19.30 Uhr, im Haus St. Martin statt. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Kinder in Sierra Leone wird gebeten. Bruder Lothar Wagner berichtet über die Ebolakatastrophe, misshandelte Kinder, die vergessene Jugend und über seinen eigenen Weg.

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