Quelle: Stadt Kaufbeuren / OB Büro

Baugebiet Kaiserweiher: Schutz für Amphibien

Runder Tisch zu mit Vertretern des Bund Naturschutz und der Stadt Kaufbeuren

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse. Foto: Stadt Kaufbeuren
Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse. Foto: Stadt Kaufbeuren

Am Donnerstag, 17. Juni 2021, fand im Rathaus Kaufbeuren ein Runder Tisch zum Thema Baugebiet Kaiserweiher statt.

Teilnehmer waren der Bund Naturschutz, vertreten durch seinen Gebietsreferenten für Südbayern Thomas Frey, der örtliche Bund Naturschutz und Amphibien-Experten des Bund Naturschutz sowie die Stadt Kaufbeuren, vertreten durch Oberbürgermeister Stefan Bosse, 2. Bürgermeister Oliver Schill sowie Referatsleiter aus den Bereichen Bau und Umwelt sowie Liegenschaften. Auch die untere Naturschutzbehörde war anwesend.

Thema war der sogenannte Bauabschnitt 3 des Baugebietes Kaiserweiher. Dies ist die Fläche zwischen der Finanzhochschule und der Kemnater Straße in Kaufbeuren. Die Stadt Kaufbeuren hat hier eine Planung mit rund 50 Wohneinheiten entworfen, bestehend aus Einzel- und Reihenhäusern. Grundstückseigentümer ist überwiegend der Bezirk Schwaben.

Die Stadt erläuterte, dass den Belangen des Amphibienschutzes durch Korridore und Leiteinrichtungen für Amphibien Rechnung getragen werden solle. Die Vertreter des Bund Naturschutz stellten die Bedeutung des Amphibien-Vorkommens dar. Der Kaiserweiher habe in Bezug auf die Amphibien bayernweite Bedeutung, der letzte freie Korridor nach Westen müsse unbedingt erhalten bleiben um die Population zu sichern. Auch eine reduzierte Bebauung komme nicht in Frage, wolle man den Bestand nicht gefährden.

Statt dessen könne die Stadt Flächen im Norden des Bauabschnitt 2 auf Bebaubarkeit prüfen, hier könne ein 3. Bauabschnitt vorgelagert werden. Dieser könne durch seine Ausrichtung möglicherweise sogar dem Amphibienschutz dienen wenn die Tiere dadurch um die gesamte Bebauung herumgeleitet werden könnten.

OB Bosse erklärte, dass er und Bürgermeister Schill sich dafür einsetzen werden, von der bisherigen Planung Abstand zu nehmen und den Vorschlag des Bund Naturschutz mit Stadtplanung und Bezirk Schwaben zu prüfen.

Geprüft werden soll ferner der Vorschlag des Bund Naturschutz, die bislang für den Bauabschnitt 3 vorgesehenen Flächen ökologisch aufzuwerten, um den Korridor für die Amphibien zu verbessern. Ein solches Projekt werde vom Freistaat Bayern hoch gefördert, eine Beteiligung von Bund Naturschutz und Bezirk Schwaben sei denkbar.

(Update, 18.06.2021 / 14:00 Uhr:)
Zweiter Bürgermeister Oliver Schill ergänzte: "Ökologisch wertvolle Flächen im Außenbereich wollen wir für Artenschutz bewahren. Sie stehen nicht für Wohnen und Gewerbe zur Verfügung. Das haben CSU und Grüne als strategisches Ziel vereinbart. Schritt für Schritt setzen wir nun genau dieses wichtige Ziel gemeinsam um. Ergänzend werden wir im Innenbereich mehr urbanes Bauen möglich machen. Damit sparen wir Fläche und machen attraktives städtisches Wohnen möglich." 

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