Quelle: Städtepartnerschaft Kaufbeuren /

László Kasztner

Ausflug ins Schwäbische - und nicht nur Maultaschen und Spätzle

Jahresausflug der Kirchenchöre St. Martin und Hl. Familie

Daniel Hermann dirigiert die Missa "Majestas Domini" von Karl Kraft. Foto: Johann Sirch

Mit Kind und Kegel brachen kürzlich die Kirchenchöre St. Martin und Hl. Familie zusammen mit ihrem gemeinsamen Chorleiter Daniel Hermann zu ihrem Jahresausflug in die Bischofsstadt Rottenburg am Neckar auf. Es war sein Wunsch gewesen, den Wegen St. Martins nachzuspüren.

Zuerst machte man aber Friedrich Silcher in Tübingen seine Aufwartung. Vom Silcherdenkmal auf der Neckarinsel gings durch die engen, romantischen Gässchen und Plätze der Altstadt, wo schon mancher weltweit bekannte Dichter und Denker unterwegs war. Am prächtigen Rathaus verabschiedeten sich die Kaufbeurer von Graf " Eberhard, der mit dem Barte" und weiter gings ins nahe Rottenburg. Dabei zitierte angesichts der 1000jährigen Wurmlinger Kapelle László Kasztner Ludwig Uhlands unsterbliches Gedicht "Droben stehet die Kapelle, schauet still ins Tal hinab...". In Rottenburg wartete schon Stadtführer Rolf Seeger, der die Sängerinnen und Sänger nun mit dem spirituellen Erbe St. Martins und zeitgeschichtlichen Ereignissen vertraut machte. Besonders schilderte er das Schicksal des Rottenburger Bekennerbischofs Sproll, der ab 1938 bis Kriegsende im bayerischen Krumbad vor den Nazis Zuflucht suchen musste. 

Aber auch den Zeitzeugen Pater Rupert Mayer und den ehemaligen württembergischen Staatspräsidenten Eugen Bolz würdigte Seeger. Mit der Missa "Majestas Domini" von Karl Kraft, die Daniel Herrmann ebenso einfühlsam wie energisch dirigierte, gestalteten die Chöre als Höhepunkt ihrer Fahrt am Sonntag den Pfarrgottesdienst im Rottenburger St. Martinsdom. Dann gings zum Friedhof Sülchen, der Urzelle Rottenburgs. Jüngste Ausgrabungen hatten dort nämlich ergeben, dass bereits zur Merowingerzeit dort eine herrschaftliche Siedlung bestanden hatte. Von der dortigen Martinskapelle war im Laufe der Geschichte dieses Patrozinium in die Stadt Rottenburg gewandert.

Nach einem opulenten Mittagessen ging es dann ins Donautal bei der Erzabtei St. Martin Beuron. Dort wurden die Kaufbeurer von Erzabt Pater Tutilo begrüßt, der ihnen die Klosterkirche vorstellte und manche Fragen zu beantworten wusste. Trotz Sturm, Blitz und Donner, kam die Chöre wohlbehalten wieder zu Hause an: Es war eine erlebnisreiche Fahrt und nun darf geraten werden, was das nächste Ziel ist.

Zurück

Wir sind Kaufbeuren

Neugablonzer Str. 5
87600 Kaufbeuren

08341-874632
08341-9660435

mehr wissen. mehr erreichen.

Das Stadtportal mit dem Mehr an Infos.

Erleben Sie Kaufbeuren in seiner faszinierenden Art und genießen Sie die bekannte und traditionsreiche Stadt an der Wertach. "Wir sind Kaufbeuren" möchte Ihnen Kaufbeuren präsentieren, so wie es ist:
Tradition bewahrend - Zukunft gestaltend.

Copyright © 2020 - Wir sind Kaufbeuren - Das Kaufbeurer Stadtportal