Anerkennungsleistung an ehemalige deutsche Zwangsarbeiter: Anträge jetzt sofort stellen!

Der Gablonzer Heimatkreis wendet sich an alle Betroffenen und ihre Familienangehörigen: Wer bislang noch keinen Antrag gestellt hat, müsste dies nun zwingend bis Jahresende nachholen

Seit dem 1. August 2016 können ehemalige deutsche Zwangsarbeiter eine finanzielle Anerkennung für das ihnen zugefügte Unrecht geltend machen. Die Antragsfrist für diese Anerkennungsleistung endet aber leider bereits am 31. Dezember 2017. Maßgeblich ist das Datum des Posteingangs bei dem für die Bearbeitung zuständigen Bundesverwaltungsamt, Außenstelle Hamm (Alter Uentroper Weg 2, 59071 Hamm).

Der Gablonzer Heimatkreis wendet sich daher an alle Betroffenen und ihre Familienangehörigen: Wer bislang noch keinen Antrag gestellt hat, müsste dies nun zwingend bis Jahresende nachholen. Antragsberechtigt sind alle noch lebenden Personen, die zwischen dem 1. September 1939 und dem 1. April 1956 als Zivilpersonen wegen ihrer deutschen Staats- oder Volkszugehörigkeit für eine ausländische Macht Zwangsarbeit leisten mussten.

Hinterbliebene Ehegatten oder Kinder können die Anerkennungsleistung nur dann erhalten, wenn der Betroffene selbst nach dem 27. November 2015, also nach dem Bundestagsbeschluss, verstorben ist. Der geleistete Anerkennungsbetrag betragt einmalig 2.500 Euro. Für nähere Informationen hat der Bund der Vertriebenen umfangreiche Hinweise im Internet unter www.bdvbund.de hinterlegt. Diese finden sich auch auf der Internetseite des Bundesverwaltungsamts (www.bva.bund.de).   

Bis Ende November sind rund 35.000 Anträge beim Bundesverwaltungsamt eingegangen. Mehr als 90 Prozent der Antragsteller sind 80 Jahre und älter. Deswegen kritisiert der Vorsitzende des Gablonzer Heimatkreises Dr. Thomas Jahn den aus seiner Sicht zu kurzen Antragszeitraum:

„Viele Betroffene sind hochbetagt und haben daher von der Anerkennungsregelung noch gar nichts erfahren, denn die Antragsmöglichkeit wurde erst vor 16 Monaten geschaffen. Ich appelliere daher an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags, die Antragsfrist um mindestens ein weiteres Jahr zu verlängern. Gerade in Kaufbeuren und Umgebung leben viele Gablonzer und Isergebirgler, die nach 1945 zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion oder innerhalb Tschechiens verschleppt wurden. Besonders betroffen sind auch die in unserer Stadt lebenden Russlanddeutschen, die vor allem nach 1941 zu Hundertausenden Opfer des kommunistischen Regimes wurden.“

PRESSEMITTEILUNG des Gablonzer Heimatkreises in der Sudetendeutschen Landsmannschaft e.V.  

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